Als Amerika von den Eisenhower-Jahren in ein Jahrzehnt der Extreme übergeht, liegen immer noch Optimismus und Versprechungen in der Luft, da das Land weiterhin eine ungezügelte wirtschaftliche Zukunft verheißt. Die Werbung der 60er steht für diese Go-Go-Jahre, als der Rock‘n’Roll regierte, der Mensch den Mond betrat und schon hinter der nächsten Ecke ein gesellschaftlicher Wandel eine Revolution auslösen konnte.
Der amerikanische Optimismus der 50er Jahre hält noch immer an, die Konsumenten kaufen was das Zeug hält, und das Rennen um die erste Mondlandung wird sich in Kürze entscheiden. Die Anzeigenwerbung der Swinging Sixties ist fröhlich, immer optimistisch und zeitweise sogar revolutionär. Man wirbt für die Errungenschaften des Fortschritts (“just add water”) und ist gleichzeitig bestrebt, die amerikanischen Werte hoch zu halten.
Stars wie Raquel Welch, Sean Connery, Woody Allen und Sammy Davis Jr. werben für nahezu alles, vom Bourbon bis zum Maßanzug. Noch während sich die Brieftaschen in einem gigantischen Konsumrausch bereitwillig öffnen, neigt sich eine Ära schon dem Ende entgegen: Soziale Änderungen kündigen sich an, die Frauen emanzipieren sich und Minderheiten gelangen ins Bewusstsein der Öffentlichkeit. Achten Sie mal auf einige der überraschenderen und umstritteneren Anzeigen – wie die von Tupperware, die ihren Vorratsbehälter als „wifesaver“ anpreist.
Von vergessenen Autos, über Zigaretten bis hin zu Kulinarischem und vielem mehr, erkundet diese bunte Sammlung von Printanzeigen die wunderbare weite Welt der amerikanischen 60er Jahre.
Steven Heller
Steven Heller war bislang an über 200 Büchern über visuelle Kommunikation beteiligt und veröffentlichte unzählige Artikel in internationalen Designmagazinen. Er ist Mitbegründer und Co-Vorsitzender des MFA-Design-Programms an der School of Visual Arts, New York.
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„Das kommt einer Zeitreise am nächsten.“
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