Lélia Wanick Salgado Sebastião Salgado Salgado Sebastião Salgado

Sebastião Salgado

von Lélia Wanick Salgado Sebastião Salgado

Exodus

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Beschreibung

Mehr als sechs Jahre lang war Sebastião Salgado in den 1990ern unterwegs, um an den Krisenherden der Welt Menschen auf der Flucht zu porträtieren, auf der Flucht vor Völkermord, Krieg, Unterdrückung oder „lediglich“ vor Armut und Hunger. An Aktualität hat sein groß angelegtes Projekt Exodus seitdem leider nichts eingebüßt – im Gegenteil: ein Buch, das über jedes Mitleid hinaus zum Handeln aufruft.

Migranten ist ein zugleich aufwühlendes und aufrührerisches Buch, weil es zu Urteilen zwingt und dem westlichen Betrachter nicht den gemütlichen Schauer erlaubt, das sei alles weit weg und habe mit seinem Leben nichts zu tun.“ – Deutschlandfunk

Sebastião Salgados groß angelegte Bilddokumentation Exodus ist mittlerweile ein Klassiker zum Thema Migration und Vertreibung. Mehr als sechs Jahre investierte er in den 1990ern, um auf der ganzen Welt Menschen zu porträtieren, die durch Krieg, Völkermord, Unterdrückung, Elend und Hunger gezwungen waren, ihre Heimat aufzugeben und sich auf eine Reise mit ungewissem Ausgang zu begeben. In Südamerika, auf dem Balkan, in den Slums der Megacitys Asiens, im Nahen Osten und im Herzen Afrikas traf er Menschen, die zu einem Leben verurteilt waren, das sich der kleine glückliche Teil der Menschheit, der in Wohlstand und Frieden lebt, kaum auszumalen vermag. Weit mehr als ein Jahrzehnt ist vergangen, seit Exodus erstmals veröffentlicht wurde. Zu den größtenteils immer noch virulenten Krisenherden der 1990er sind neue hinzugetreten, zu den Millionen von heimatlosen und unbehausten Menschen von damals weitere Millionen hinzugekommen.

Im Balanceakt zwischen der Dramatik der Situation und den ästhetischen Ansprüchen an Aufbau und Komposition seiner Bilder führt Salgado uns einen Prozess globaler Verelendung vor Augen, aus dem wir uns als Akteure im globalen Zusammenspiel ökonomischer und politischer Prozesse nicht mit voyeuristischer Schaulust entziehen können. Nicht erst seit Flüchtlingsboote an den Mittelmeerküsten anlanden und Ertrunkene an den Stränden liegen.


Autor*in

Lélia Wanick Salgado
Lélia Wanick Salgado studierte Architektur und Stadtplanung in Paris. Ihr Interesse für die Fotografie entdeckte sie 1970. Seit den 1980er-Jahren konzipiert und gestaltet sie die Mehrzahl der Fotobände von Sebastião Salgado und organisiert alle Ausstellungen seines Werkes. 

Themen in »Sebastião Salgado«

Geschichte der Fotografie Schwarzweißfotografie Dokumentarfotografie Globalisierung soziale Gerechtigkeit Instituto Terra

Stimmen zu »Sebastião Salgado«

„Salgados Fotobuch-Ikone Exodus ist einer der wichtigsten Bildbände… Die grandiosen Bilder haben viel zu Salgados Ruf als einer der besten Fotografen beigetragen. Wenn Bilder etwas bewirken können, dann kann Exodus als bewegender Appell an die Menschlichkeit einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der gegenwärtigen Flüchtlingsströme leisten.“
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„In Exodus setzt der brasilianische Fotograf Sebastião Salgado den Menschen auf der Flucht ein würdevolles und trotz allen Elends auch tief beeindruckendes Denkmal.“
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Details

ISBN: 9783836561303
Verlag: TASCHEN
Erscheinung: 01.06.2016

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