Der im ostfriesischen Aurich geborene Friedrich Theodor von Frerichs (1819 – 1885) war einer der bedeutendsten Pathologen seiner Zeit. Nach Studium und Habilitation in Göttingen erfolgte 1848 die Berufung zum außerordentlichen Ordinarius an der dortigen Universität. Frerichs beschäftigte sich vor allem mit physiologisch-chemischen Untersuchen und führte zahlreiche klinische Leichenöffnungen durch. Als Mitautor von Rudolf Wagners „Großes Handbuch der Physiologie“ – Frerichs verfasste u. a. Artikel über die Verdauung – gelangte er zu hohem Ansehen.
1849 ging Frerichs als Direktor der Akademischen Heilanstalten an die Universität Kiel, 1851 als Ordinarius für Pathologie und Direktor der Medizinischen Klinik nach Breslau; seine letzte Station bildete die Position des Direktors der II. medizinischen Klinik der Charité in Berlin. Lange Jahre war Paul Ehrlich sein Assistent.
Zu Frerichs’ wichtigsten Werken zählen die in zwei Bänden veröffentlichte „Klinik der Leberkrankheiten“ (1858 und 1861) und seine letzte Publikation „Ueber den Diabetes“ (1884).
Die „Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin“ vergibt alljährlich den „Theodor-Frerichs-Preis“.
Friedrich Th von Frerichs
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