Houston Stewart Chamberlain (1855-1927) ist, aus heutiger Sicht, ein nicht unumstrittener Autor von nationalistischen, pangermanischen und rassistischen Schriften. Zu seiner Zeit fanden diese, insbesondere sein Hauptwerk „Grundlagen des Neunzehnten Jahrhunderts“, eine große Anerkennung – selbst bei Persönlichkeiten wie D.H. Lawrence, Winston Churchill oder Albert Schweitzer.
Im Jahre 1882 besuchte er zum ersten Mal die von Richard Wagner geleiteten Opern-Festspiele. Als großer Anhänger Wagners publizierte Chamberlain auch über ihn – 1895 mit einer größeren Biographie -, war in ständigem Kontakt mit dem Wahnfried-Zirkel Cosima Wagners und ehelichte deren Tochter Eva 1909. Fortan lebte er im Kreise der Wagner-Familie bis zu seinem Tode 1927 in Bayreuth.
„Lebenswege meines Denkens“ sind die erstmalig 1922 erschienenen autobiographischen Skizzen Chamberlains.
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