Liesa Fuhrmann Fuhrmann Einfluss des PICO™ Single Use Negative Pressure Wound Therapy Systems auf die Wundheilung bei inguinalen gefäßchirurgischen Eingriffen Eine prospektive randomisierte klinische Studie

Einfluss des PICO™ Single Use Negative Pressure Wound Therapy Systems auf die Wundheilung bei inguinalen gefäßchirurgischen Eingriffen Eine prospektive randomisierte klinische Studie

von Liesa Fuhrmann

EUR 32,80

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Beschreibung

Seit 2011 findet das PICO™ Single Use Negative Pressure Wound Therapy System der Firma Smith&Nephew Anwendung bei zahlreichen chronischen – sowie akuten - und Inzisionswunden. Klinische Studien zur Anwendung bei Inzisionswunden liegen in den Fachbereichen Gynäkologie, Orthopädie sowie Allgemein- und Herzchirurgie vor. Im Bereich der Gefäßchirurgie wurden bei inguinalen Inzisionswunden lediglich die Wirksamkeit des Prevena™-Systems der Firma KCI, nicht jedoch die des PICO™-Systems, auf die postoperative Wundheilung untersucht. In nahezu allen bisher veröffentlichten Studien zeigt sich eine Überlegenheit der epidermalen Unterdrucksysteme gegenüber dem konventionellen Wundpflaster. Ziel dieser Arbeit war es, die Effektivität des PICO™-Systems auf die Wundheilung bei inguinalen gefäßchirurgischen Wunden zu untersuchen. Die Studie wurde prospektiv und randomisiert über einen Zeitraum von elf Monaten in Siegen durchgeführt. Die Auswahl der Studienpatienten erfolgte nach vordefinierten Ein- und Ausschlusskriterien. Das Verbandssystem wurde intraoperativ unter sterilen Bedingungen nach Hautverschluss angebracht und nach fünf bis sieben Tagen (PICO™) bzw. am 2. postoperativen Tag (Wundpflaster) entfernt. Der erste Kontrollzeitpunkt der Leistenwunde war der 5.-7. postoperative Tag. Das zweite Follow-up erfolgte am 30. postoperativen Tag. Die Wundevaluation orientierte sich an der von Pleger et al. modifizierten Szilagyi-Klassifikation [9]. Unsere Resultate bestätigen die bisher aus anderen klinischen Bereichen vorliegenden Ergebnisse mit einer signifikant besseren Wundheilungsrate bei Patienten bei denen das PICO™-System gegenüber einem Wundpflaster angewandt wurde (19,3% versus 74,1% Wundheilungsstörungen). Ein Effekt auf eine Verhinderung von operativen Wundrevisionen konnte nicht mit der notwendigen Signifikanz nachgewiesen werden (3,2% versus 12,1%). Das PICO™-System ist, bei ähnlich positiven Ergebnissen, gegenüber dem Prevena™-System kostengünstiger und durch das Fehlen des Exsudat-Kanisters praktischer im Umgang für den Patienten. Unser Fazit ist, dass das PICO™-System ein wertvolles Werkzeug in der Verhinderung von Wundheilungsstörungen bei Inzisionswunden nach inguinalen Eingriffen darstellt. Das Ziel nachfolgender randomisierter Studien sollte die Erarbeitung eines Risiko-Scores für die Patientenauswahl darstellen.

Autor*in

Liesa Fuhrmann

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Doktorarbeit Uni Wissenschaft

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Details

ISBN: 9783835969254
Verlag: VVB Laufersweiler Verlag
Erscheinung: 30.12.2020

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