In dieser prospektiven Querschnittsstudie wurde in einer ersten Studiengruppe zunächst die generelle Durchführbarkeit und Reproduzierbarkeit der 2D-WMT-Technologie überprüft und die Strain-Werte von RV und LV miteinander verglichen. In einer zweiten, größeren Studiengruppe wurde der Einfluss der Bildrate sowie der Einfluss verschiedener Ultraschallsysteme auf die Strain-Analyse untersucht.
Die Videoaufnahmen wurden je nach Studienprotokoll entweder mit dem Toshiba Artida System (Toshiba Medical Systems Corporation, Otawara, Tochigi, Japan) oder dem Toshiba Aplio500 System derselben Firma durchgeführt. Die Auswertung der Videos erfolgte mit einer TestDriver Software (Toshiba Medical Systems Corporation, Japan).
Insgesamt zeigte sich eine gute Machbarkeit und Reproduzierbarkeit der longitudinalen Strain-Analyse. Die Erfolgsquote des Trackings lag in der gesamten Studienpopulation bei 86,3 %. Die Intraobserver-Reliabilität (Chronbach´s Alpha) zeigte für beide Untersucher in allen Fällen Werte >0,7. Die Interobserver-Reliabilität zeigte in 75 % der Segmente eine starke Übereinstimmung (ICC>0,7 in 9/12 Segmenten, ICC>0,8 für den globalen Strain RV+LV).
In der Studiengruppe 1 ergab die Strain-Analyse für den globalen longitudinalen Strain von RV und LV -14,65 bzw. -16,34 %. Ferner zeigte sich ein Basis- zu Apex-Gradient mit den niedrigsten Strain-Werten in den basalen und den höchsten Strain-Werten in den apikalen Segmenten.
In der Studiengruppe 2 ergaben sich für den globalen Strain des RV Werte von 16,07 % (30 fps) und -16,47 % (60 fps). Für den LV errechneten sich Werte von 17,54 % (30 fps) und -17,06 % (60 fps). In dem Vergleich von RV und LV zeigte sich zwischen den beiden Gruppen (30 und 60 fps) sowohl segmental als auch global kein signifikanter Unterschied.
Es konnte gezeigt werden, dass die Beurteilung des myokardialen Funktionsparameters Strain mittels der 2D-WMT-Technologie sowohl mit 30 als auch mit 60 fps möglich ist und eine gute Reproduzierbarkeit aufweist. Weiterhin waren die Strain-Werte relativ unabhängig von der aufgezeichneten Bildrate.
Friederike Susanne Achterberg