Welche Geschichten erzählen historische Objekte über das durch die deutsche Besatzung im Zweiten Weltkrieg verursachte Leid? Eine bildhafte Annäherung
Zwischen 1939 und 1945 lebten mehr als 230 Millionen Menschen in heute über 30 Staaten unter deutscher Gewaltherrschaft. Anhand historischer Objekte thematisiert dieser Band zentrale Aspekte des von Deutschland entfesselten Krieges und der darauf folgenden Besatzung: Zwangsarbeit, Lager, Raub, Kulturzerstörung, Hunger, Patientenmorde, Shoah, Völkermord an den Sinti und Roma, sexuelle Gewalt, erzwungene und freiwillige Beteiligung, Widerstand und Erinnerung.
Mithilfe zahlreicher Gegenstände, Fotografien und Dokumente arbeiten die Autorinnen und Autoren länder- und gruppenspezifische Unterschiede sowie übergreifende Strukturen der deutschen Besatzung in Europa heraus. Damit lenken sie den Blick auf Verbrechen, die in den betroffenen Ländern bis heute nachwirken, in Deutschland aber oft kaum bekannt sind.
Mit Beiträgen von Volha Bartash/Leonard Stöcklein, Marc Buggeln, Havi Dreifuss, Piotr M. Majewski, Katja Makhotina, Leon Saltiel, Pia Schölnberger, Katrin Stoll, Dmytro Tytarenko, Helen Upcraft, Olivier Wieviorka und Ingrid de Zwarte.
Alfons Adam
Alfons Adam ist Historiker und Kurator am Haus der Europäischen Geschichte in Brüssel.
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