Ein unbedingt wiederzuentdeckender Roman der 1920er Jahre, der die Sehnsucht nach Versöhnung von Mensch und Maschine und nach einem Frieden zwischen Natur und Mensch beschreibt.
Irland im Dauerregen: Ein Schriftsteller klettert mühsam auf den Turm eines verfallenen Schlosses. Er ist allein und will allein sein, um einen Roman zu vollenden. Dieser handelt von einem Mann und einer Frau, die sich in nächtlicher Großstadt begegnen. Er ist Flieger, sie kommt gerade aus einer zwielichtigen Arztpraxis. Er nimmt sie mit auf sein Zimmer, doch bevor er etwas über sie erfahren kann, muss er den Notarzt rufen ...
Die Handlung des Romans wird fragmentarisch erzählt, und immer wieder schaltet sich der Erzähler ein, beschreibt sein vagabundierendes Leben in Irland und seine Übersiedelung nach Hamburg, wo er am Hafen ein Zimmer bezieht. Irgendwie ist er mit seiner Geschichte verwoben, man ahnt, dass er nicht nur einen Roman schreibt.
»Donner überm Meer«, 1929 bei S. Fischer zuerst erschienen, ist ein bemerkenswertes Buch: Roman und kein Roman, Reisebericht und wieder nicht. Doch gerade der freie Umgang mit Form, Inhalt und Sprache fesselt. Hauser gelingen Naturschilderungen von großer Kraft und die Verbindung scheinbar im Gegensatz zueinander stehender Dinge: Mensch und Technik, Mann und Frau, Stadt und Natur, Lärm und Stille, Leben und Tod.
Heinrich Hauser
Heinrich Hauser wurde 1901 in Berlin geboren. Er schrieb Romane, Reisebücher und Firmenschriften, übersetzte u. a. Liam O`Flaherty, fotografierte, filmte, fuhr zur See und flog. 1938 emigrierte er in die USA. 1949 kehrte er nach Deutschland zurück und wurde für kurze Zeit Chefredakteur des »Stern«. Er ist am 25. März 1955 in Diessen am Ammersee gestorben.
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»Und wie schreibt er, der Herr Hauser? Wunderbar eigensinnig. (…) Ausgestaltet ist der Text in betörend entrückender und doch sehr präziser Sprache.«
(Franz Furtner, Stadtmagazin München, 25.03.2026)
»Wie Hauser (…) über einige Seiten den Start eines Flugzeuges beschreibt, zeugt sowohl von Sachverstand als auch von literarischem Können. Hauser liefert kraftvolle Naturbeschreibungen und Beschreibungen technischer Abläufe, seine euphorische Begeisterung für Technik klingt zwar an, doch sie ist zugleich gebrochen, zu klar sieht er in seiner Sezierung des Großstadtlebens die Bedrohung und Vernichtung von Natur.«
(Jens Wonneberger, SAX – Das Dresdner Stadtmagazin, Juni 2026)
»Der Roman aus den 1920er-Jahren verbindet Natur und Technik, Stadt und Stille zu einer atmosphärischen, ungewöhnlichen Erzählung«
(BezirksREVUE, Juni 2026)
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