Eva Balz Frieder Günther Balz Verwandlung durch Recht

Verwandlung durch Recht

von Eva Balz Frieder Günther

Das Bundesverfassungsgericht und die Vergangenheit

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Beschreibung

Über das bislang unbekannte Innenleben des Bundesverfassungsgerichts. Das Bundesverfassungsgericht wurde 1951 in Karlsruhe gegründet und galt bisher als weitgehend »unbelastet«, denn es hatte keinen Vorgänger. Dabei war es aufgrund seines Personals und seiner Rechtsprechung tief in der deutschen Geschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verwurzelt. In seinen Entscheidungen setzte sich das Gericht kritisch damit auseinander und ließ zugleich eine Orientierung an Reformen erkennen, die einen klaren Bruch mit der Zeit des Nationalsozialismus markierten. Auf der Basis des Grundgesetzes brachte es neue Impulse etwa auf dem Gebiet der Geschlechterbeziehungen, des Beamtenrechts oder der Wiedergutmachung ein und wirkte so mit, Staat und Gesellschaft von Grund auf zu verändern. Frieder Günther und Eva Balz erzählen über den Zeitraum von 1951 bis 1970 anhand neuer Quellen, wovon »belastete« und »unbelastete« Richter in ihrer Arbeit geprägt waren und wie sie zusammenarbeiteten. Sie schildern, wie sich das Gericht als Institution entwickelte und welche maßgeblichen Entscheidungen die 40 Richter und zwei Richterinnen während der 1950er und 1960er Jahre trafen.

Autor*in

Eva Balz
Eva Balz ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Zeitgeschichte München-Berlin. Veröffentlichungen u. a.: Fließende Grenzen. Abwasserpolitik zwischen Demokratie und Diktatur. Emschergenossenschaft und Lippeverband 1930-1960 (2020, mit Christopher Kirchberg); Vergangenheitspolitik und Eigentumspolitik im Kalten Krieg. Das Oberste Rückerstattungsgericht für Berlin (2019).

Themen in »Verwandlung durch Recht«

Bundesrepublik Nachkriegszeit Rechtsprechung Grundgesetz Nationalsozialismus Reform Geschlechterbeziehung Beamtenrecht Wiedergutmachung Staat Gesellschaft Richter Karlsruhe Roediger Überlebende

Stimmen zu »Verwandlung durch Recht«

»Günther und Balz (leisten) wichtige Aufklärung. Ihnen kam zugute, dass die gesetzliche Sperrfrist für NS-Akten im Bundesarchiv von 60 auf 50 Jahre verkürzt wurde.« (Thomas Schuler, Bayrische Staatszeitung, 05.06.2026) »Wie NS-Verfolgte und Nazi-Unterstützer gemeinsam den Rechtsstaat aufbauten, zeigt eine wegweisende Studie über das Verfassungsgericht.« (Wolfgang Janisch, Süddeutsche Zeitung, 23./24./25.05.2026) »Günther und Balz (leisten) mit ihrer neuen Studie wichtige Aufklärung.« (Thomas Schuler, Kontext Wochenzeitung, 27.05.2026) »Frieder Günther und Eva Balz ist eine eindrucksvolle Nacherzählung der Karlsruher Anfangsjahre gelungen, in der sie die handelnden Personen plastisch portraitieren, die institutionelle Entwicklung des Gerichts nachzeichnen und auch die Genese der deutschen Verfassungsrechtsprechung beleuchten.« (Sebastian Felz, beck-aktuell, 29.07.2026)
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Details

ISBN: 9783835360488
Verlag: Wallstein Verlag
Erscheinung: 22.05.2026

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