Vom Leibeigenen zum Inbegriff des Nationalmythos – Taras Schewtschenkos Gedichte und Tagebücher erscheinen erstmals in zeitgemäßer deutscher Übersetzung.
Durch seine Dichtung und Malerei avancierte Taras Schewtschenko zum Symbol des ukrainischen Widerstands gegen das Russische Imperium im 19. Jahrhundert. In einem Gedicht kritisierte er Zar Nikolaus I. – und wurde mit lebenslangem Militärdienst sowie Mal- und Schreibverbot bestraft. In seinen Werken lässt Schewtschenko die Repressionen und den Widerstand erfahrbar werden und offenbart eine romantische Freiheitssehnsucht und ein tiefes Verlangen nach seiner idealisierten geistigen Heimat, der Ukraine.
»Für die Ukrainer ist Schewtschenko Luther, Kant und Goethe in einem«, so der Herausgeber Juri Andruchowytsch.
Der Band enthält Schewtschenkos wichtigste Gedichte sowie Auszüge aus seinem Journal, das 1857/58 in der Verbannung in entlegenen Garnisonsstädten Zentralasiens entstand. Das Buch ist ein Muss für alle, die sich für Literaturgeschichte, politische Poesie und kulturelle Identitätsfragen interessieren. Mit Taras Schewtschenko ist ein Dichter zu entdecken, dessen Stimme bis heute auf den Barrikaden der Freiheit zu hören ist.
Juri Andruchowytsch
Juri Andruchowytsch, geb. 1960, ist mit seinen drei Romanen Rekreacij (1992; dt. Karpatenkarneval, 2019), Moscoviada (1993, dt. Ausgabe 2006) und Perverzija (1999, dt. Perversion, 2011), zum Klassiker der ukrainischen Gegenwartsliteratur geworden. Sein Werk erscheint in 20 Sprachen.
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»(Die) ukrainische Bibliothek (macht) ukrainische Klassiker greifbar (…). Es ist höchste Zeit.«
(Karl-Markus Gauß, Der Standard, 21.2.26)
»Die Übersetzerin Beatrix Kersten hat in ihrer Nachdichtung von Schwetschenkos Versen deren besonderen Sound mit oft unreinen Reimen und wechselnden Rhythmen kongenial eingefangen.«
(Kerstin Holm, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.10.2025)
»(Eine) wunderbare Reihe (…) Die Bücher (…) lohnen sich sehr.«
(Uli Hufen, WDR Westart Lesen, 25.10.2025)
»Die Palette reicht von Heldengedichten über Naturlyrik bis zu zarten Liebespoemen; das Kernthema aber bildet die Kritik an Russland und seinen expansionshungrigen Herrschern.«
(Philipp Ramer, NZZ am Sonntag, 30.11.2025)
»(Ein) anspruchsvolles Editionsprojekt«
(Tagesspiegel, Katrin Hillgruber 25.03.2026)
»(ein) fulminante(r) Auftakt der ›Ukrainischen Bibliothek‹«
(Tagesspiegel, Katrin Hillgruber 25.03.2026)
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