Was ist ein Herkunftsort? Was bedeutet überhaupt „Herkunft“? Was bedeutet es, ein Erbe anzutreten, wenn die Vergangenheit verstummt? Was verbindet Generationen, wenn das Schweigen herrscht?
Eine junge Frau steht auf einem Bahnsteig und wartet auf ihren verspäteten Zug. Sie will nach Osten reisen, nach Polen, in jene Stadt, die ihre Großeltern mit ihrem Vater einst verlassen hatten. Sie begibt sich auf die Suche nach der Vergangenheit, als das Gedächtnis des Vaters und die Erinnerung an Vergangenes allmählich verblassen, mit dem Ziel, eine Antwort zu finden - doch worauf? Mehrere Stimmen begleiten sie auf ihrer Reise: Stimmen aus der Vergangenheit, aus ihrem Inneren, aus dem Unbekannten? Über diese Geschichte fliegt die mysteriöse Figur der Schneeeule …
In dieser Übersetzung erschienen unter dem Titel »Aus der Nacht« in der Liebeskind Verlagsbuchhandlung, München 2008.
Holger Fock
Holger Fock und Sabine Müller übersetzen seit 30 Jahren französische Literatur u. a. von Patrick Deville, Mathias Énard, Alain Mabanckou, Olivier Rolin, Mohamed Mbougar Sarr, Cécile Wajsbrot und Antoine Volodine.
Für ihre Arbeit erhielten sie viele Auszeichnungen, darunter 2011 den Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis, 2023 den Internationalen Literaturpreis des Hauses der Kulturen der Welt und den Paul-Celan-Preis des Deutschen Literaturfonds.
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»Cécile Wajsbrot (sucht) mit dem feinen Gespür für sprachliche Zwischentöne und seelische Verschüttungen nach ihren familiären Wurzeln in Polen«
(Bernd Noack, Nürnberger Nachrichten, 02.08.2023)
»In der gegenwärtigen Literaturlandschaft muss man lange suchen, um eine Autorin ähnlichen Formats zu finden.«
(Michael Opitz, Deutschlandfunk, 14.08.2023)
»›Mémorial‹ ist ein gewaltiges Sprach- und Erinnerungsgebäude.«
(Dirk Fuhrig, DLF Buchkritik, 29.07.2023)
»ein kunstvoll gewirktes Prosagedicht von bestechender Musikalität«
(Volker Breidecker, Tagesspiegel, 26.08.2023)
»Wajsbrots Roman ist ein dichtes Flechtwerk aus Gedanken und Worten, ein beeindruckendes Erinnerungsbuch.«
(Ute Fuith, Weiber Diwan, Herbst 2023)
»bewegende(r) Text über Erinnern und Vergessen, Flucht und Entwurzelung«
(Frank Hahn, tell, 18.12.2023)
»Von der Ambivalenz der Gefühle, die so viele Geflüchtete zu zerreißen droht (…): davon erzählt auf beeindruckende Weise ›Mémorial‹«.
(Fokke Joel, neues deutschland, 22.02.2024)
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»Dieses Werk besitzt die literarische Wucht einer herannahenden Sturmböe in windstiller Nacht. Mit großem Geist verfasst und lang anhaltendem Nachhall gesegnet.«
(Silvio Weitzl, Thalia Linz)
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