Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zwischen der Tätigkeit der
Finanzintermediäre und dem Wachstum der Volkswirtschaft. Besonderes Interesse gilt der Untersuchung
dieses Zusammenhanges unter den Bedingungen der Transformationswirtschaft. Es werden zuerst die
finanziellen Beziehungen in einer Marktwirtschaft untersucht und es wird festgestellt, dass nur auf
unvollkommenen Finanzmärkten die Existenz der Banken begründet ist.
Das Problem der asymmetrischen Information, eine der häufigsten Unvollkommenheiten auf dem
Finanzmarkt, lässt sich am effektivsten durch die Tätigkeit der Banken lösen. Eine durch
Finanzintermediäre geschaffene sicherere Marktumgebung weist höhere Wirtschaftswachstumsraten auf
als ein Markt mit nur direkten Finanzbeziehungen zwischen Schuldner und Gläubiger.
Die finanziellen Beziehungen in Ländern mit Transformationswirtschaft lassen sich durch eine weiche
Budgetrestriktion, einen zu gro{ ss}en Anteil der notleidenden Kredite in den Aktiven der Banken,
sowie die Abwesenheit des passenden Rechtssystems kennzeichnen. Die Tätigkeit der Banken führt
einerseits zur Lösung dieses Problems, kann anderseits aber Wohlfahrtsverluste verursachen. Eine
liberale Staatspolitik mit angemessener Regulierung und Überwachung des Finanzsektors wird in
diesem Falle optimal sein.
Oleksiy Khoroshun
Banken Finanzsystem Transformation Wirtschaftswachstum