Es wird die Verbindung des Bandgießverfahrens mit dem wärmebehandelnden Prozess Quenching und Partitioning (Q&P) untersucht. Dabei stehen sie physikalischen und verfahrenstechnischen Grenzen im Mittelpunkt. Weiterhin werden die Begriffsbildung und die theoretische Untersuchungen zur Prozessführung und des Prozess Controls erörtert.
Zunächst erfolgt eine Einführung in das Dünnbandgießen durch die Beschreibung des Aufbaus und des Prinzips einer Dünnbandgießanlage nach dem Zwei-Rollen Prinzip. Hier werden vorrangig die prozesstechnischen Randbedingungen des Verfahrens erläutert. Die Vorteile einer Dünnbandgießanlage gegenüber den konventionellen Anlagen, wie beispielsweise die geringe Makroseigerung, die mit 2 mm sehr geringen Gießdicken und die Gießgeschwindigkeiten von 0.5 - 2 m/s sind elementar für die Auslegung einer Kombianlage. Entscheidend bleibt dabei festzuhalten, dass die unterschiedlichen Verfahren nicht miteinander konkurrieren, sondern jeweils als eigene Alternative für spezielle Anwendungsgebiete mit anderem Eigenschaftsfenstern zu sehen sind.
Oliver Bülters
Dünnbandgießen Induktor Partitioning Quenching Stahlband