In den vergangenen Jahren wurden mehrere Forschungsarbeiten durchgeführt, die sich mit der Verkehrssicherheit und der Untersuchung des Verkehrsablaufs auf 2+1-Strecken beschäftigten. Umfassende Erkenntnisse über das Überholverhalten und die Pulkauflösung in Abhängigkeit von entwurfstechnischen und verkehrlichen Randbedingungen lagen bisher nicht bzw. nur auf Basis modelltechnischer Überlegungen vor. Das vorrangige Ziel der vorliegenden Dissertation bestand daher in der Entwicklung eines Verfahrens zur Ermittlung der optimalen Abschnittslänge von Überholabschnitten von 2+1-Strecken auf der Basis von empirischen Untersuchungen. Die besondere Problematik liegt dabei in der Lösung eines Zielkonflikts: Zum einem soll ein Überholabschnitt so bemessen sein, dass möglichst alle in den zweistreifigen Abschnitt einfahrenden Pulks an dessen Ende aufgelöst sind. Zum anderen darf der Überholabschnitt jedoch auch nicht zu lang sein, da sich dies unmittelbar auf die Länge des einstreifigen Abschnitts der Gegenrichtung und somit auf die Pulkbildung auswirkt. Neben der Dimensionierung des Überholabschnitts auf Basis der Pulkauflösung wurden auch Aspekte der Verkehrssicherheit in die Untersuchung einbezogen.
Marco Irzik
2+1 Querschnitt Landstraßen Straßenwesen Verkehrssicherheit Überholverhalten