Das Ziel der vorliegenden Arbeit war es, die kritischen Gefügekomponenten für Porenbildung und Rissinitiierung in TRIP-Stählen herauszuarbeiten. Dazu wurden ein silizium- und ein aluminiumlegierter TRIP-Stahl unterschiedlichen Glühbehandlungen unterzogen, die die Einstellung unterschiedlicher Restaustenitgehalte und -stabilitäten zum Ziel hatten. Die Ausgangsgefüge vor der Zugprüfung wurden quantitativ und qualitativ bezüglich der Phasenanteile, der Morphologie einzelner Gefügebestandteile und der Restaustenitstabilität charakterisiert. Nach der Zugprüfung wurden die Proben entlang der Zugrichtung mittels Funkenerosion aufgeschnitten. Auf der Schnittkante wurde nach mechanischer und elektrochemischer Politur an drei Stellen die Mikrostruktur durch EBSD-Messungen bestimmt. Als Stellen der EBSD-Untersuchung wurden der Kopfbereich, in dem die Probe elastisch verformt wurde, der Bereich der Gleichmaßdehnung und der Bereich kurz vor der Rissspitze gewählt. Die Ergebnisse der TRIP-Stähle wurden mit einem IF-, einem DP- und einem austenitischen Cr-Ni-Stahl bezüglich der bevorzugten Porennukleationsorte und Rissausbreitung verglichen.
Julia C Imlau
EBSD Gefüge Schädigung TRIP-Stahl Werkstoffwissenschaft