Die Migrations- und Fluchtbewegungen der letzten Jahre haben die Rahmenbedingungen professionellen Handelns in Schulen sowie in Institutionen der Erwachsenenbildung maßgeblich verändert. Dieser Band bietet einen Überblick über bestehende Konzepte und Maßnahmen zur Förderung von Deutsch als Zweitsprache im Kontext von Flucht und Migration. Er bietet darüber hinaus diskurskritische Perspektiven darauf, wie sprachliches Lernen und Wertebildung in einer Migrationsgesellschaft aussehen sollte.
Die Migrations- und Fluchtbewegungen der letzten Jahre haben die Rahmenbedingungen professionellen Handelns in Schulen sowie in Institutionen der Erwachsenenbildung maßgeblich verändert. Sie haben u.a. die Frage aufgeworfen, wie Modelle sprachlicher Förderung und Bildung konzipiert sein sollten, um einen möglichst nahtlosen Übergang neu zugewanderter Schülerinnen und Schüler in das Regelschulsystem zu ermöglichen. Dieser Band bietet einen Überblick über Konzepte und Maßnahmen zur Förderung von Deutsch als Zweitsprache im Kontext von Flucht und Migration, die in den letzten Jahren im deutschsprachigen Raum entwickelt wurden. Er bietet darüber hinaus diskurskritische Perspektiven auf bildungspolitische Debatten zu der Frage, wie sprachliches Lernen und Wertebildung in einer Migrationsgesellschaft aussehen sollte.
Sabine Schmölzer-Eibinger
Sabine Schmölzer-Eibinger: Professorin für Sprachlehrforschung und Deutsch als Fremd-/Zweitsprache und Leiterin des Fachdidaktikzentrums der Geisteswissenschaftlichen Fakultät an der Universität Graz. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich Schriftlichkeitsforschung, Textkompetenz, Schreibdidaktik und Wissenserwerb in der Zweitsprache.
Deutschförderklassen Österreich Bildungspläne illiberale Demokratie attitudes sprachaufmerksamenr Unterricht Sprachbildung Seiteneinsteiger Fachsensibler Sprachunterricht Mehrsprachigkeit DaZSi Linguizismus Sprachliche Förderung Migrationsgesellschaft Sprachdidaktik
Auch wenn sich die Überlegungen und Vorschläge vorrangig auf die österreichischen Bildungslandschaft beziehen, so lassen sie sich ohne Anstrengung und ohne Abstriche auch auf die deutschen Bildungsinstitutionen und auf die deutsche Integrationsdebatte eröffnen, gibt es doch auch hier ähnliche bildungspolitische Vorbehalte. Lesenswert und äußerst anregend!
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Grundlage des Bandes ist von daher eine diskursanalytische Perspektive, die sich kritisch mit der Vermittlungsform von Werten und Sprachkompetenz in den politisch durchgesetzten Bildungsformaten beschäftigt. Im zweiten und dritten Teil werden dann verschiedene Projekte der Sprachbildung für Neu-Zugewanderte sowie innovative Ansätze der Lehrkräftebildung vorgestellt, die sowohl einen gesellschaftskritischen Blick als auch einen positiven, verantwortungsvollen und professionellen Umgang mit sprachlicher und kultureller Heterogenität befördern.
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Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Sammelband seinem Anliegen als Darstellung eines Querschnitts in umfassender Weise gerecht wird.
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