Den diagnostischen Kompetenzen von Lehrern wird von bildungswissenschaftlicher wie auch von bildungspolitischer Seite eine hohe Bedeutung für eine positive Lernentwicklung der Schüler zugeschrieben. Eine gezielte AuseinanderSetzung mit dem theoretischen Konstrukt „Diagnostische Kompetenz“ im Sinne einer Kompetenzmodellierung ist bisher in der Forschungslandschaft jedoch offen. Unter Berücksichtigung bedeutsamer Vorarbeiten vorangegangener Forschungsarbeiten zielt diese Studie auf eine solche präzise und intensive Analyse.
Den diagnostischen Kompetenzen von Lehrern wird von bildungswissenschaftlicher wie auch von bildungspolitischer Seite eine hohe Bedeutung für eine positive Lernentwicklung der Schüler zugeschrieben. Eine gezielte AuseinanderSetzung mit dem theoretischen Konstrukt „Diagnostische Kompetenz“ im Sinne einer Kompetenzmodellierung ist bisher in der Forschungslandschaft jedoch offen. Unter Berücksichtigung bedeutsamer Vorarbeiten vorangegangener Forschungsarbeiten zielt diese Studie auf eine solche präzise und intensive Analyse.
Hierin sind drei Teilziele integriert. Erstens: Die Formulierung eines theoretischen Strukturmodells. Dies geschieht durch den Einbezug diagnostischer Unterrichtssituationen und drei Arten diagnostischen Wissens der Lehrer. Es resultieren zehn empirisch identifizierbare situationsspezifische diagnostische Teilkompetenzen. Zweitens: Die Auswahl eines psychometrischen Modells mit dem das theoretische Modell abgebildet werden kann. Hier wird dabei auf die Varianzkomponentenanalyse der Generalisierbarkeitstheorie rekurriert. Die so berechneten Varianzkomponenten können sodann als Kennwerte diagnostischer Kompetenzen interpretiert werden. Und drittens: Die Entwicklung eines modellbasierten Messverfahrens. Das so konstruierte Kompetenzmodell bietet einen Ausgangspunkt für zukünftige Forschung. Es kann herangezogen werden, um neue und differenzierte Erkenntnisse über diagnostische Kompetenzen von Lehrern zu erwerben und deren prädiktive Kraft für den schulischen Lernerfolg bei Schülern zu gewinnen.
Die Datenbasis entstammt dem Projekt „Persönlichkeits- und Lernentwicklung von Grundschulkindern“ (PERLE).
Karina Karst
Karina Karst studierte an der Universität Mannheim Erziehungswissenschaft und Soziologie (M.A.). Nach ihrem Abschluss im Jahr 2006 promovierte sie an der Universität Kassel im Projekt Persönlichkeits- und Lernentwicklung von Grundschulkindern (PERLE). Ihre Promotion schloss sie im Dezember 2009 ab. Seit Herbst 2016 ist sie Juniorprofessorin für Unterrichtsqualität in heterogenen Kontexten an der Universität Mannheim.
Diagnostische Kompetenzen Lehrerprofessionalität Primarstufe Mathematik Empirische Bildungsforschung
Eine Studie, die vor allem für die weitere Forschungen bedeutsam sein kann. – PÄDAGOGIK, 4/2013
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In seiner Differenziertheit liegt gleichzeitig auch die Stärke des Buchs. Es wird deutlich, das die Autorin sich intensiv mit dem Thema beschäftigt und das theoretische und empirische Vorgehen gut durchdacht hat. So sind vor allem die theoretischen Überlegungen interessant. [...] Karina Karst ist das Vorhaben der Kompetenzmodellierung als eine der ersten umfassend und engagiert angegangen. Außerdem liefert sie mit der Anwendung der Generalisierbarkeitstheorie neue Impulse für empirische Zugänge zum Konstrukt der diagnostischen Kompetenz. Insgesamt handelt es sich um ein gut geschriebenes, sehr informatives Buch [...] – Anna Südkamp in: Zeitschrift frü Pädagogische Psychologie, 3/2013
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In seiner Differenziertheit liegt gleichzeitig auch die Stärke des Buchs. Es wird deutlich, dass die Autorin sich intensiv mit dem Thema beschäftigt und das theoretische und empirische Vorgehen gut durchdacht hat. So sind vor allem die theoretischen Überlegungen interessant. Diese kommen [...] häufig zu kurz und Karina Karst ist das Vorhaben der Kompetenzmodellierung als eine der ersten umfassend und engagiert angegangen. [...] Insgesamt handelt es sich um ein gut geschriebenes, sehr informatives Buch [...] – Anna Südkamp in: Zeitschrift für Pädagogische Psychologie, 3/2013
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