Insbesondere vor dem Hintergrund gegenwärtig flexibilisierter und dynamischer Arbeitsverhältnisse und erweiterter subjektzentrierter Personaleinsatzstrategien werden Beschäftigte stärker denn je zur Realisierung ökonomischer Ziele in die Pflicht genommen. Das stellt diese nicht nur vor teils grundlegend gewandelte, sondern auch erhöhte Anforderungen, die ihnen hohe Anpassungs- und Strukturierungsleistungen abverlangen.
Am Beispiel der Deutschen Telekom AG und ihrer Beschäftigten nähert sich diese Arbeit dieser Thematik aus kulturanthropologischer Perspektive seitens der Beschäftigten selbst und zeigt die Auswirkungen der gegenwärtigen Arbeitswelt auf Mensch und Organisation.
In modernen Gesellschaften arbeiten die meisten Menschen in wirtschaftlichen Organisationen und verbringen darin einen beträchtlichen Teil ihrer Tages-, Wochen- und Lebenszeit. Als Beschäftigte sind sie maßgeblich an den vielschichtigen innerbetrieblichen Aushandlungs-, Interpretations- und Reproduktionsprozessen zwischen Gesellschaft, Unternehmen und Angehörigen beteiligt. Insbesondere vor dem Hintergrund gegenwärtig flexibilisierter und dynamischer Arbeitsverhältnisse und erweiterter subjektzentrierter Personaleinsatzstrategien werden Beschäftigte stärker denn je zur Realisierung ökonomischer Ziele in die Pflicht genommen. Das stellt diese nicht nur vor teils grundlegend gewandelte, sondern auch erhöhte Anforderungen, die ihnen hohe Anpassungs- und Strukturierungsleistungen abverlangen.
Am Beispiel der Deutschen Telekom AG und ihrer Beschäftigten nähert sich diese Arbeit dieser Thematik aus kulturanthropologischer Perspektive seitens der Beschäftigten selbst und zeigt die Auswirkungen der gegenwärtigen Arbeitswelt auf Mensch und Organisation.
Marta Augustynek
Marta Augustynek, Dr. phil., verh. Wolf, Jahrgang 1980, studierte Kulturanthropologie, Soziologie und Allgemeine Sprachwissenschaften an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Im Anschluss promovierte sie zu ihrem Schwerpunktthema Arbeits- und Unternehmenskulturforschung und ist seit 2009 als Personalreferentin bei einem internationalen Konzern tätig.
Unternehmenskultur Arbeitskultur Arbeitsforschung Kulturanthropologie Selbstdarstellung Transformation Unternehmenskommunikation Verunsicherung Reorganisation Rationalisierung Arbeitskulturen Medien- und Kommunikationssoziologie
Augustynek hat sich eines spannenden Themas angenommen, das gerade durch die Wahl des Unternehmens und seiner Firmengeschichte nicht nur den Blick auf ein komplexes Feld von Konflikten, sondern auch ein ganzes Spektrum möglicher Betrachtungsperspektiven eröffnet. – Ina Wulf in: Kulturen 6, 2/2012
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So erscheint die Arbeit als ein soziologisch aufgeklärtes Gutachten, für dessen Erstellung ein Feldzugang als Wissenschaftlerin notwendig war – und das Unternehmen Deutsche Telekom hat die Autorin nach der Promotion dann auch eingestellt. [...] – ein gelungenes Beispiel für die Karriere von Kulturwissenschaftlern in der Wirtschaft (und das soll nicht ironisch klingen). – Benedikt Burkard in: Zeitschrift für Volkskunde, 1. 2012.
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