Die „Reichsgründung“ von 1871 war ein historisches Ereignis, das interessegeleitet inszeniert und aus unterschiedlichen Perspektiven beschrieben worden ist. Im vorliegenden Band geht es um das breite Spektrum solcher Deutungsmöglichkeiten und Zuschreibungen – an den Kreuzungspunkten von Kunst, Religion und Politik.
Dabei gehen die Autoren und Herausgeber davon aus, dass die res factae zugleich res fictae sind: Was mit dem Begriff „Reichsgründung“ und den damit verbundenen Ereignissen und Prozessen jeweils gemeint ist, changiert zwischen Faktizität und Fiktion.
Michael Fischer
Dr. Dr. Michael Fischer ist Geschäftsführender Direktor des Zentrums für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Seine Forschungsschwerpunkte beziehen sich auf die Geschichte und kulturanthropologische Bedeutung populärer Musik sowie ihre Medialisierung. Fischer lehrt an der Universität Freiburg in den Fächern Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie und Medienkulturwissenschaft.
Institutionalität Geschichtlichkeit Kaiserreich Reichsgründung Reichseinigung Hymne Politik Konfession Protestantismus Deutsches Reich Wilhelm I. Bismarck Martin Luther Richard Wagner 19./20. Jahrhundert
Der Sammelband bietet [...] keine grundstürzend neuen Ergebnisse, sondern er leuchtet vielmehr neue Facetten der Gesamtthematik bzw. einzelner Teilthemen aus. – Matthias Stickler auf: sehepunkte.de
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