Der Mainstream der derzeitigen Integrationsdebatte betont den mangelnden Integrationswillen von Außenseitergruppen. Hier wird ein Perspektivwechsel vollzogen und der Blick auf die strukturellen Zwänge zur Segregation gerichtet, welche den Nichtetablierten von staatlicher und gesellschaftlicher Seite aufgedrängt werden. Abseits ausgetretener Pfade der heutigen Integrationsforschung thematisiert der Band theoretische Zugänge und historische Beispiele zu Integrations- und Segregationsfragen sowie zeitgenössische politische Barrieren für die Integration der Außenseiter.
Der Mainstream der derzeitigen Integrationsdebatte betont den mangelnden Integrationswillen der Anderen, der nicht-etablierten Außenseiter. Wir nehmen eine andere Perspektive ein: Integration und Segregation finden in einem gesellschaftlichen Rahmen statt, der nicht zuletzt von strukturellen Zwängen gekennzeichnet ist. Diese gesellschaftlichen und staatlichen Zwänge drängen Nicht-Etablierte in die Segregation.
Abseits ausgetretener Pfade der gegenwärtigen Integrationsforschung thematisiert der Band theoretische Zugänge und historische Beispiele zu Integrations- und Segregationsfragen sowie zeitgenössische Barrieren für die Integration der Außenseiter.
Georg Hansen
Georg Hansen war bis 2009 Professor für Interkulturelle Erziehungswissenschaft und Leiter des Lehrgebiets Interkulturelle Erziehungswissenschaft an der FernUniversität in Hagen.
Außenseiter Ethnic Revival Nation Flüchtlinge Ostjuden Banlieues Mikrosegregation Makrosegregation Staatsangehörigkeitsrecht Schulsprachenpolitik Islamophobie Leitkultur Parallelgesellschaft Interkulturelle und International Vergleichende Erziehungswissenschaft Migration und ethnische Minderheiten
Gelingt es [...] das Spannungsverhältnis von Integration und Segregation [...] produktiv nutzbar zu machen, wird es möglich sein, sozial verträgliche Lösungen auszuhandeln und zu verwirklichen. Dafür bieten die Autoren mit "Folgerungen für eine Integrationspolitik" einige Ansatzpunkte. – Jos Schnurrer auf: socialnet.de
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Die Autoren behandeln eines der aktuellsten Themen der heutigen Zeit. Anhand theoretischer und empirischer Ausführungen zeigen sie auf, warum der Begriff Integration oftmals missverstanden und falsch angewendet wird. LeserInnen erhalten einen sehr guten Überblick über ein komplexes, umkämpftes Thema. Wer sich mit Migration und Integration beschäftigt, sollte dieses Buch auf jeden Fall gelesen haben. – Aus: asyl aktuell, 3. 2009.
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Der Blickwechsel, dass Integration und Segregation in einem dialektischen Verhältnis zueinander stehen und Integrationspolitik nicht ohne Segregationstenzenzen gedacht werden kann, ist im gesellschaftlichen Diskurs durchaus neu – und hilfreich. – Jos Schnurer in: Dialogische Erziehung, 3-4. 2010.
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