Er ist wieder da, nämlich der Nonsens. Vor Jahrzehnten hatte er sich aus der deutschen Literatur heimlich davongestohlen, zurückgezogen in seine ursprüngliche Heimat, nach Britannien. Auf den Spuren der deutschen Klassiker seines Fachs, dem Vermächtnis von E. T. A. Hofmann, Kurt Tucholski über Christian Morgenstern, Karl Valentin bis hin zu Loriot wurde der Nonsens als Literaturform zeitweise als 'undeutsch' hierzulande geradezu verdammt und verkümmerte offensichtlich. In den Gefilden angelsächsischer Literatur fand der Nonsens in seiner typisch englischen Form jedoch immer ein Leserpublikum. Spezielle Journale und Literaturzeitschriften wie beispielsweise das 'Monty Python Paperbook' verhalfen dem Nonsens-Denken in die breite Öffentlichkeit. Das neue kleine Büchlein aus dem Stiebner Verlag pflegt den Nonsens auch im sprachlich-rhetorischen Bereich und möchte mit seinem originellen Untertitel 'Auf der Guillotine ist das Telefonieren mit Handy verboten' die poetischen Möglichkeiten demonstrieren.
Joachim Giebelhausen