Das vorliegende Buch soll als berufsbegleitendes Werk für die Fachanwaltsausbildung neben einem systematischen Überblick die Kenntnis einiger in der Fachanwaltspraxis besonders bedeutsamer Problemschwerpunkte vermitteln. Es dient der Vermittlung fachanwaltsspezifischer Problemfelder und orientiert sich dabei streng an den Voraussetzungen der Fachanwaltsordnung.
Der Leser erhält eine fachlich und didaktisch ausgereifte Lektüre, die den Lehrgangsinhalt der Fachanwaltsausbildung textlich aufbereitet. Das Buch bildet die theoretische Grundlage für ein weitergehendes Selbststudium des Lesers mit Hilfe ergänzender Fachliteratur.
Inhaltsverzeichnis
1. Teil: Anspruchsgrundlagen
Literatur
A. Die Haftung nach § 823 Abs. 1 BGB
I. Voraussetzungen
1. Verletzungshandlung
2. Kausalität und Zurechnung
3. Rechtswidrigkeit
4. Verschulden
II. Haftungsbegrenzungen
1. Grundsatz
2. Ausnahmen
IV. Rechtsfolge, §§ 249 ff. BGB
V. Beweislast
B. Die Haftung nach § 831 BGB
I. Voraussetzungen
II. Rechtswidrigkeit und Entlastungsbeweis
C. Die Haftung Minderjähriger, § 828 BGB
I. Kinder unter sieben Jahren, § 828 Abs. 1 BGB
II. Haftungsprivilegierung im motorisierten Verkehr, § 828 Abs. 2 BGB
III. Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahrs, § 828 Abs. 3 BGB
D. Die Staatshaftung – § 839 Abs. 1 S. 1 BGB i. V. m. Art. 34 GG
I. Allgemeines
II. Das Verweisungsprivileg des § 839 Abs. 1 S. 2 BGB
III. Rechtsweg
E. Die Halterhaftung nach § 7 Abs. 1 StVG
I. Allgemeines
II. Voraussetzungen
1. Halter
2. Bei Betrieb
III. Haftungsausschlüsse und Haftungsumfang
1. Haftungsausschluss bei höherer Gewalt, § 7 Abs. 2 StVG
2. Haftungsausschluss bei „unabwendbarem Ereignis“, § 17 Abs. 3 StVG
3. Haftungsausschluss bei so genannten Schwarzfahrten, § 7 Abs. 3 S. 1 StVG
4. Haftungsausschluss bei Höchstgeschwindigkeit bis zu 20 km/h sowie bei Betrieb des Kfz-Tätigen, § 8 Nrn. 1 und 2 StVG
5. Betragsmäßige Begrenzung, §§ 12, 12a StVG
IV. Haftung gegenüber den Insassen, § 8a StVG
F. Die Fahrerhaftung nach § 18 StVG
G. Der Direktanspruch des Geschädigten aus § 3 Nr. 1 PflVG
I. Die Versicherungspflicht, § 1 PflVG
II. Mitversicherte Personen, § 10 Abs. 2 AKB
III. Der Direktanspruch aus § 3 Nr. 1 PflVG
H. Die Haftung nach dem Haftpflichtgesetz
I. Haftungsvoraussetzungen, § 1 Abs. 1 HPflG
II. Haftungsausschluss, § 1 Abs. 2 HPflG
III. Haftungsumfang
I. Verkehrsunfälle im EU-Ausland
I. Die vierte Kraftfahrzeughaftpflicht-Richtlinie
1. Inhalt
2. Funktionsweise – praktische Anwendung
II. Aktuelle Entwicklungen in Europa
III. Fazit
Literaturverzeichnis
2. Teil: Anspruchsbeschränkungen Literatur
A. Gesetzliche Haftungsbeschränkungen nach dem SGB VII
I. Allgemeines
II. Sinn und Zweck
III. Haftungsbeschränkung zugunsten des Unternehmers, § 104 Abs. 1 SGB VII
1. Grundsatz der Haftungsbeschränkung
2. Ausnahmen – Vorsatz und Wegeunfall
IV. Haftungsbeschränkung zugunsten der Arbeitskollegen, § 105 Abs. 1 SGB VII
V. Erweiterung der Haftungsbeschränkung, § 106 Abs. 3 SGB VII
1. § 106 Abs. 1 SGB VII – Personen im Rahmen einer Aus- und Fortbildung
2. § 106 Abs. 3 SGB VII – Haftungsbeschränkungen der bei mehreren beteiligten Unternehmen Tätigen untereinander
VI. Bindung der Gerichte und Regress des Sozialversicherungsträgers
VII. Gestörte Gesamtschuld
B. Verjährung und Verwirkung
I. Verjährungsregeln im Überblick
II. Fristdauer
III. Fristberechnung
1. Fristbeginn
2. Frist-Ende
3. Sonderproblem – Verjährung altrechtlicher Ansprüche
IV. Neubeginn und Hemmung
1. Hemmungstatbestände und Hemmungswirkung
2. Der Neubeginn der Verjährung
V. Die Wirkung der Verjährung
VI. Sonderproblem – Klauseln zu unfallbedingten Spätschäden
VII. Die Verwirkung
C. Mitverschulden, § 254 Abs. 1 BGB
I. Verschulden im Sinne von § 254 Abs. 1 BGB
II. Die Betriebsgefahr
III. Die einzelnen Voraussetzungen des Mitverschuldens
1. Deliktsfähigkeit
2. Kausalität
3. Schutzzweck der Sorgfaltsanforderungen
4. Beweislast
5. Rechtsfolge – Haftungsabwägung gemäß § 254 Abs. 1 BGB
IV. Die Haftungsabwägung
1. Abwägung bei so genanntem Handeln auf eigene Gefahr
2. Mitverschulden Dritter
3. Mehrere Schädiger
4. Verhältnis zwischen § 254 Abs. 1 und Gefährdungshaftung, § 9 StVG
V. Einzelfragen der Abwägung
1. Fußgängerunfall
2. Radfahrerunfall
3. Kinderunfall
4. Gurtanlegepflicht
5. Mitfahrt bei verkehrsuntüchtigem Fahrer
VI. Beweisfragen
D. Die Haftungsabwägung nach § 17 StVG
I. Allgemeines
II. Voraussetzungen
1. Ausgleich zwischen mehreren beteiligten Kfz-Haltern bei Verursachung eines Drittschadens, § 17 Abs. 1 StVG
2. Ausgleich zwischen mehreren unfallbeteiligten Kfz-Haltern, § 17 Abs. 2 StVG
III. Abwägung
1. Verschuldensgesichtspunkte
2. Die Betriebsgefahr
IV. Ausschlusstatbestand „unabwendbares Ereignis“, § 17 Abs. 3 StVG
E. Das sog. Quotenvorrecht
I. Ausgangspunkt § 86 VVG (§ 67 VVG a. F.)
II. Quotenbevorrechtigte Positionen
III. Nicht quotenbevorrechtigte Positionen
IV. Der praktische Beispielsfall
V. Die modifizierte Differenztheorie als Schranke
3. Teil: Sach- und Personenschäden Literatur
A. Sachschäden
I. Fahrzeugschäden
1. Reparaturkosten
II. Der Totalschaden
1. Der sog. echte Totalschaden
2. Der sog. unechte Totalschaden (Neuwagenersatzanspruch)
III. Abrechnung des wirtschaftlichen Totalschadens
1. Grundätze
2. Reparaturkosten zwischen WBA und WBW
3. Reparaturkosten zwischen WBW und 130 % WBW
4. Reparaturkosten über 130 %
5. Kfz-Schadensabrechnungs-Übersicht:
IV. Ersatz der Mehrwertsteuer, § 249 Abs. 2 S. 2 BGB
1. Die Regelung des § 249 Abs. 2 S. 2 BGB
2. Aktuelle BGH-Rechtsprechung
V. Schadensermittlungskosten
VI. Mietwagenkosten
1. Allgemeines
2. Neue BGH-Rechtsprechung zum sog. Unfallersatztarif
VII. Nutzungsausfall
1. Privatfahrzeuge
2. Gewerblich genutzte Fahrzeuge
VIII. Regulierungskosten
IX. Sonstige Schadenspositionen
1. Der sog. Rückstufungsschaden
2. Zinsansprüche
3. Sonstiges
B. Personenschäden
I. Schmerzensgeld
1. Allgemeines
2. Prozessuale Erwägungen
3. Kriterien zur Bemessung des Schmerzensgeldes
4. Konkrete Berechnung des Schmerzensgeldes
5. Besondere Fallgestaltungen
II. Heilbehandlungskosten
III. Vermehrte Bedürfnisse, § 843 Abs. 1 BGB
IV. Haushaltsführungsschaden
1. Berechnung – bei Einstellung einer Ersatzkraft
2. Berechnung – keine Einstellung einer Ersatzkraft
V. Erwerbsschaden des Verletzten
1. Inhalt
2. Berechnung
3. Verdienstausfall bei Selbständigen
4. Schadensminderungspflicht/Ende des Anspruchs/Geldrente
VI. Ersatzansprüche bei Tötung
1. Beerdigungskosten, § 844 Abs. 1 BGB
2. Unterhalt, § 844 Abs. 2 BGB
VII. Kapitalisierung
Uwe Human
Haftungsbegrenzung Heilbehandlungskosten Personenschaden Sachschaden Staatshaftung Totalschaden Verkehrsunfall