Venture-Capital Gesellschaften sind mittlerweile etablierte Institutionen zur Finanzierung innovativer Unternehmen. Sie stellen Entrepreneuren vielfach Kapital gegen eine Beteiligung am Unternehmen zur Verfügung. Eine Aufgabe des Controllings ist es, Steuerungsmöglichkeit zur Angleichung solcher gegenläufiger Interessen aufzuzeigen. Dabei kann auf die Prinzipal-Agenten-Theorie zurückgegriffen werden. Eine bekannte Steuerungsmöglichkeit kann in Anreizverträgen gesehen werden. Im Venture-Capital Umfeld werden Stufenfinanzierungsverträge, die als eine Form von Anreizverträgen aufgefasst werden können, bereits erfolgreich zur Angleichung von Interessendivergenzen zwischen Venture-Capital Gesellschaft und Entrepreneur eingesetzt. In der Studie wird diese weit verbreite Vertragsform im Hinblick auf die Lösung des Perk-Anreiz-Problems mit Hilfe der Prinzipal-Agenten-Theorie analysiert. Auf der Basis des in dieser Arbeit gewählten Modellrahmens zeigt sich, dass Stufenfinanzierungsverträge einen Beitrag zur Lösung des Perk-Anreiz-Problems leisten können. Zudem hat die Untersuchung ergeben, dass das Perk-Konsum-Problem nur in bestimmten Fällen von Bedeutung ist.
Mark Wappler
Stufenfinanzierung Venture-Capital Beteiligungscontrolling Prinzipal-Agenten-Theorie Perk-Anreiz-Problem Wachstumsunternehmen Finanzen Controlling