Die Berlin-Krise, die Flucht der Nationalchinesen unter Tschiang Kai-shek nach Taiwan, der Korea-Krieg, der Vietnamkrieg oder die innerjemenitischen Kriege: Alle Konflikte hatten ihre Ursachen in dem Kampf der Systeme zwischen Kommunismus und Kapitalismus. Die fünf Nationen Deutschland, Vietnam, Jemen, China und Korea sind durch die Teilungen ihres Vaterlandes Opfer des Ost-West-Konfliktes geworden.
Thomas Cieslik betrachtet diese Teilungs- und Vereinigungsprozesse zwischen kommunistischen und nicht-kommunistischen Staaten in vergleichender Perspektive, beginnend vom Ende des 2. Weltkrieges bis heute im Zeitalter einer "Neuen Weltordnung". Der Autor untersucht anhand verschiedener Faktoren (historische Ursachen der Teilung, Nationalbewusstsein, Auslöser einer Vereinigung, ihre verfassungsrechtliche Regelung, den Einfluss der Welt- und Regionalmächte auf diesen Prozess sowie die Folgen für die Innen-, Wirtschafts- und Aubenpolitik eines sich vereinigenden Landes) Unterschiede und Gemeinsamkeiten, und stellt selbst ein Modell für eine optimale Wiedervereinigung auf. Er rundet seine Arbeit mit einer kritischen Analyse zu den gegenwärtigen Vereinigungsperspektiven in China und Korea, dem politisch-militärischen Krisenherd in Ostasien, ab. Auberdem gibt der Verfasser in zwei Exkursen einen Einblick in die Politikbetrachtung aus konfuzianischer und islamischer Sicht. Karten, ausführliche Zeittafeln und eine umfassende Bibliographie mit Internetlinks ergänzen dieses politikwissenschaftliche Werk.
Thomas Cieslik, Jahrgang 1972, hat in Eichstätt, Hamburg und Seoul studiert. Seine Dissertation an der Katholischen Universität Eichstätt hat er im Fach Politikwissenschaft geschrieben. Er war Stipendiat der Friedrich-Naumann-Stiftung und lebt und arbeitet z. Zt. in Mexiko-Stadt. Kontakt: E-Mail: thomascieslik@hotmail.com, Internet: www.wiedervereinigungen.de
Thomas Cieslik