Internat: Hrt oder liest man dieses Wort, assoziiert man entweder eine Gemeinschaft fr�hlicher Sch�ler, es fallen einem �Hanni und Nanni� und �Harry Potter� ein. Oder man denkt an die kritischen Stimmen, die von Gewalt und Missbrauch sprechen. Anna Stiepel untersucht die Darstellung des Internats in hierf�r zentralen Romanen der deutschsprachigen Literatur und verbindet dabei Texte wie Hermann Hesses �Unterm Rad� und Christoph Peters� �Wir in Kahlenbeck� unter Einbeziehung zentraler Arbeiten Michel Foucaults zur Theorie und Geschichte von Institutionen. Die weiteren daf�r ausgew�hlten Romane stammen unter anderem von Barbara Frischmuth, Michael K�hlmeier, Hannes Anderer und Thomas Fuchs. Die Autorin zeigt, dass in deutschsprachigen Internatstexten zwischen paradiesischer Idylle und gef�ngnisartigen Mauern ein Lebens- und Entwicklungsraum entworfen wird, der von Enge, Isolation und Unterdr�ckung gepr�gt ist. Sch�ler werden in diesem von Machtstrukturen durchsetzen Raum nicht nur zu Opfern, sondern auch zu T�tern. Vor allem die Internatsromane der Gegenwartsliteratur stellen das �Prison Paradise� Internat als ambivalentes System aus Einschlie�ung und Freiheit dar, das scheinbar offen, scheinbar paradiesisch und scheinbar idyllisch ist.
Anna Stiepel
Schulliteratur Hannes Anderer: Unterwegs zu Melusine Paul Ingendaay: Warum du mich verlassen hast Thomas Fuch: Unter Freunden Michael Borlik: Ihr mich auch Stephan M. Killian: Die Internatler. Lange Schatten des Schweigens. Coming-of-Age-Roman Schülerliteratur Bildungsroman Adoleszenzroman Christoph Peters: Wir in Kahlenbeck Joseph Zoderer: Das Glück beim Händewaschen Barbara Frischmuth: Die Klosterschule Internatsliteratur Hugo Dittberner: Das Internat. Papiere vom Kaffeetisch