�Dringende Warnung an auswandernde M�dchen. Nimm im Auslande keine Stelle an ohne vorherige sichere Erkundigung! Wende dich in Not und Gefahr an das Nachweisungsbureau f�r Auswanderer am Bahnhof oder die Bahnhofsmission oder auch an den Wirt.� Diese Warnung des Deutschen Nationalkomitees zur Bek�mpfung des M�dchenhandels spiegelte die gesellschaftliche Realit�t um die Jahrhundertwende des ausgehenden 19. Jahrhunderts wider. Was waren die Gr�nde f�r den Menschenhandel? Durch wen und mit welchen Mitteln wurde er get�tigt? Und wie wurde der Menschenhandel bek�mpft? Stefanie Lauben analysiert den Versuch, den wei�en M�dchen- und Frauenhandel zwischen dem ausgehenden 19. und der Mitte des 20. Jahrhunderts durch Schaffung v�lkerrechtlicher Normen zu bek�mpfen. Sie zeichnet die Entstehung von v�lkerrechtlichen Regeln nach, mit denen die internationale Gemeinschaft den Handel mit Kindern und Frauen zu bek�mpfen versuchte. Vergleicht man die Diskussionen, die im Rahmen der Erarbeitung jener Normen gef�hrt wurden, mit Berichten �ber den Handel mit M�dchen und Frauen zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung aus dem Jahr 2012, f�llt auf, dass diese erschreckend �hnlich sind. Das Problem ist bis jetzt nicht gel�st, die Diskussion dar�ber n�tiger denn je!
Stefanie Lauben
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