Der Elbstrom ist es, der den verletzten Gunnar von der Gloye der Fischerin Gudrun vor die Füße spült. Die Elbe ist es auch, welche die beiden geographisch verbindet – den Krieger aus dem Friesenland, wo sich der Fluß ins Meer ergießt, und die junge Witwe, die sich und ihre Tochter mit ihrer Arbeit auf dem Fluß ernährt.
Gudrun rettet dem Schwerverwundeten, der mit König Carolus in den Krieg gezogen war, das Leben und macht ihn mit dem Burgherrn von Tongeremuthi (Tangermünde) und einem weisen Druiden bekannt. Gudrun und Gunnar kommen sich näher, gründen eine Familie, und der kluge Friese wird Mitglied der Gemeinschaft.
Er ist welterfahren und umsichtig, kann zudem lesen und schreiben und besitzt seherische Gaben. Seine Achtung vor der Schöpfung hat er mit dem Autor gemein, der mit Besorgnis einige Entwicklungen der Neuzeit beobachtet, wo die Natur skrupellos mißbraucht und zerstört wird.
Helmut Grüttner