Seine Kindheit verbringt Frieder Staginnus in Ostpreußen, wo er in der Familie eines Zimmermanns aufwächst. In Versen berichtet der Autor von den Spielen der Dorfkinder, von Begebenheiten aus dem arbeitsreichen Leben der Erwachsenen und Episoden aus dem Familienalltag. Der Krieg setzt dem gewohnten Jahreslauf ein jähes Ende.
Als die Russen einziehen, nehmen sie grausame Rache an den Deutschen, egal ob Mann, Frau oder Kind, schuldig oder unschuldig. Aus Entsetzen, was auf seiner geliebten „Lucht" geschieht, wird Frieder für sieben Jahre stumm bleiben. Nur noch die Flucht nach Litauen scheint die Rettung.
Dabei wird sein Bruder Kardel erschossen. Frieder lebt für vier Jahre als „Wolfskind" in Litauen, ehe er in Westdeutschland endlich eine neue Heimat findet. Der Ausblick ist optimistisch, die Erinnerung des Vertriebenen an die alte Heimat: fast ein Hymnus.
Theodor Kroehnerts Verserzählungen kommen ungeschminkt, impulsiv und kantig daher – wie die ostpreußischen Menschen vielfach selber sind.
Theodor Kroehnert