In einer Zeit, da die Lügenbarone der Welt Schilder aufhängen, die das Betreten der Wirklichkeit untersagen, sind ungeschminkte Dichterworte gefragt. Der junge Verseschmied Louis Frappa sucht schon als Kind alle Zeitungen nach Gedankenstrichen ab.
Er malt Gedankenstrichmännchen und führt den Leuten, die Außenseiter nicht hören und Wortbomben entschärfen wollen, den Zeigefinger in den Kopf. Nun werden gar Warnhinweise angebracht: Dieses Gedicht kann ihre Gesundheit gefährden!
Und tatsächlich können manche Verse Bäume aus Bildschirmen wachsen lassen und die Geheimausgänge der Kühlschränke verstellen. Dem Dichter aber wird der Kredit gestrichen, und er muss seine Butterbrote fortan leasen …
René Sommer
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