Leben in einem unvollkommenen Universum
Es ist ein alter Traum der Menschheit: die Ursprünge des Universums und unseren Platz darin mit einer großen, allumfassenden Theorie zu erklären. Die bedeutendsten Denker, von Pythagoras und Aristoteles bis Galilei, Newton und Einstein, haben den Kosmos mit Konzepten wie Symmetrie, Harmonie und Ordnung zu verstehen versucht. Doch trotz aller Bemühungen ist bis heute keine „Theorie für Alles“ am Horizont erkennbar – aus gutem Grund.
In Die unvollkommene Schöpfung belegt Marcelo Gleiser, dass es keinen großen Plan, keine kosmische Blaupause oder übergreifende Erklärung für unsere Existenz gibt. Nach allem, was wir heute wissen, sind Unvollkommenheiten im Gewebe des Universums nicht nur vorhanden – sie stellen vielmehr die treibende, schöpferische Kraft in der Entwicklung des Kosmos und des Lebens dar. Das Universum ist keineswegs elegant. Es ist in grandioser Weise unordentlich.
„Dies ist eine meisterhafte, nachgerade fesselnde Antwort auf die Frage, warum wir eigentlich existieren. Sie ist persönlich, klar und so breit angelegt, wie es die Vorstellungskraft und die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse erlauben. Jetzt, da wir auf einen Wendepunkt in der Physik und im Verständnis einiger erstaunlich widersprüchlicher Theorien zusteuern, eröffnet Die unvollkommene Schöpfung den Blick auf das, was danach kommt.“ ABC Radio National
„Marcelo Gleiser nimmt sich gemeinsam mit uns der Frage an, wo in einem unvollkommenen, asymmetrischen, zufälligen Universum die Schönheit liegt. In einer meisterlichen und mutigen Darstellung zeigt er, warum die große Vereinheitlichung, der lang gehegte Traum der Wissenschaftler, nie kommen wird. Denn sie ist lediglich eine Projektion unseres fast verzweifelten Wunsches nach Einfachheit auf die komplexe, unvorhersehbare, reichhaltige Wirklichkeit.“ Roald Hoffman, Chemie-Nobelpreisträger
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Eine neue Sicht auf die Entstehung des Universums und des Lebens
Seit Jahrtausenden versuchen Schamanen und Philosophen, Gläubige und Ungläubige, Künstler und Wissenschaftler, sich unser Dasein anhand der Vorstellung zu erklären, alles sei miteinander verbunden und wir seien Teil eines rätselhaften, alles umspannenden Einen. Menschen gehen in Tempel, Kirchen, Moscheen und Synagogen, um ihre heilige Form dieses Einen anzubeten. Wissenschaftler vertreten schon seit langem ein erstaunlich ähnliches Konzept: dass nämlich der augenscheinlichen Komplexität der Natur eine viel einfachere Wirklichkeit zu Grunde liegt. In seiner modernen Form soll eine „Theorie für Alles“ die physikalischen Gesetze großer Körper (Einsteins Relativitätstheorie) mit denen winzig kleiner Körper (Quantenmechanik) in einem einzigen System vereinen. Doch trotz großer Leistungen vieler exzellenter Denker ist eine solche allumfassende Theorie unerreichbar. Denn wie sich zeigt, ist das Universum keineswegs elegant – sondern ein wunderbares Durcheinander.
Mit seinem kühnen Buch setzt sich der preisgekrönte Physiker Marcelo Gleiser von zweieinhalb Jahrtausenden wissenschaftlichen Denkens ab: Er zeigt darin, dass die Suche nach der Theorie für Alles ein Irrweg ist, und erläutert, welch gravierende Auswirkungen dieser Paradigmenwechsel für die Menschheit hat. Alles, was ist, geht aus grundlegenden Unvollkommenheiten, aus primordialen Asymmetrien der Materie und der Zeit, aus zufälligen Katastrophen in der frühen Erdgeschichte und aus Kopierfehlern bei der Genteilung hervor. Schöpfung entspringt aus Asymmetrie. Ohne Ungleichgewichte und Unvollkommenheiten wäre das Universum nichts als gleichmäßige Strahlung.
Die unvollkommene Schöpfung ist ein Plädoyer für einen neuen Anthropozentrismus, der den Menschen wieder in den Mittelpunkt stellt. Alles Leben, insbesondere intelligentes Leben, ist ein seltener und kostbarer Zufall. Unsere Gegenwart auf diesem Planeten hat zwar keine Bedeutung über sich selbst hinaus, doch sie hat eine Bedeutung. Die ungeplante Komplexität der Menschheit ist gerade wegen ihrer Unwahrscheinlichkeit umso schöner. Für die Wissenschaft ist es ist an der Zeit, sich von der alten Ästhetik zu lösen, die das Vollkommene als schön bezeichnet und der zufolge „Schönheit gleich Wahrheit“ ist. Es ist an der Zeit, die Indizien neu zu betrachten – ohne den Ballast aus Jahrhunderten monotheistischer Weltvorstellungen. In seinem glasklaren und überaus anschaulichen Buch führt uns Marcelo Gleiser auf eine Reise von den grundlegenden Theorien bis an die vordersten Grenzen der aktuellen wissenschaftlichen Forschung – eine Reise, die ihn selbst vom überzeugten Vereiniger zum Zweifler werden ließ und ihn zu einer ganz neuen Erkenntnis brachte, was es heißt, Mensch zu sein.
Eine neue Sicht auf die Entstehung des Universums und des Lebens
Ein Plädoyer für das Ende der Suche nach einer „finalen, eleganten Theorie für alles“
Nicht die Eleganz und Symmetrie des Universums ist entscheidend, sondern seine Asymmetrien und Ungleichgewichte
Fundiert und verständlich geschrieben
Marcelo Gleiser
Kosmologie Leben Schöpfung Theorie für Alles Universum
Das Buch verdient das Urteil spannend, wissenschaftlich genau, aktuell, verantwortungsvoll und gut in klares Deutsch übersetzt.Sterne und WeltraumEin lesenswerter Diskussionsbeitrag zum Thema Evolution.ekz.BibliotheksserviceStimmen zum englischen Original„Dies ist eine meisterhafte, nachgerade fesselnde Antwort auf die Frage, warum wir eigentlich existieren. Sie ist persönlich, klar und so breit angelegt, wie es die Vorstellungskraft und die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse erlauben. Jetzt, da wir auf einen Wendepunkt in der Physik und im Verständnis einiger erstaunlich widersprüchlicher Theorien zusteuern, eröffnet Die unvollkommene Schöpfung den Blick auf das, was danach kommt.“ ABC Radio National „Marcelo Gleiser nimmt sich gemeinsam mit uns der Frage an, wo in einem unvollkommenen, asymmetrischen, zufälligen Universum die Schönheit liegt. In einer meisterlichen und mutigen Darstellung zeigt er, warum die große Vereinheitlichung, der lang gehegte Traum der Wissenschaftler, nie kommen wird. Denn sie ist lediglich eine Projektion unseres fast verzweifelten Wunsches nach Einfachheit auf die komplexe, unvorhersehbare, reichhaltige Wirklichkeit.“ Roald Hoffman, Chemie-Nobelpreisträger „Marcelo Gleiser nimmt sich gemeinsam mit uns der Frage an, wo in einem unvollkommenen, asymmetrischen, zufälligen Universum die Schönheit liegt. In einer meisterlichen und mutigen Darstellung zeigt er, warum die große Vereinheitlichung, der lang gehegte Traum der Wissenschaftler, nie kommen wird. Denn sie ist lediglich eine Projektion unseres fast verzweifelten Wunsches nach Einfachheit auf die komplexe, unvorhersehbare, reichhaltige Wirklichkeit.“ Roald Hoffman, Chemie-Nobelpreisträger „Marcelo Gleiser nimmt sich gemeinsam mit uns der Frage an, wo in einem unvollkommenen, asymmetrischen, zufälligen Universum die Schönheit liegt. In einer meisterlichen und mutigen Darstellung zeigt er, warum die große Vereinheitlichung, der lang gehegte Traum der Wissenschaftler, nie kommen wird. Denn sie ist lediglich eine Projektion unseres fast verzweifelten Wunsches nach Einfachheit auf die komplexe, unvorhersehbare, reichhaltige Wirklichkeit.“ Roald Hoffman, Chemie-Nobelpreisträger Mir erschien es immer sinnvoll, so zu leben, als sei dieser Planet in der Tat einzigartig – und auf jeden Fall wertvoll. Diese faszinierende Darstellung erinnert uns an eine der entscheidenden Gründe, warum wir die ökologische Misere, in die wir hineingestolpert sind, sehr sehr ernst nehmen müssen: Vielleicht spielen wir schon um den letzten Einsatz. Bill McKibben, Autor von “Das Ende der Natur” und “Genug!”Ein zutiefst persönliches Plädoyer, das Universum so, wie es ist, anzunehmen und wertzuschätzen, statt erfolglos einem sterilen Konzept simplistischer “Einheit” hinterherzujagen. Indem Gleiser uns daran erinnert, dass weder das Universum noch das Leben einen “Grund” brauchen, um Bedeutung zu haben, fordert er vor allem Demut vor der fantastischen Komplexität unseres Universums. Nur wenn wir die Zerbrechlichkeit und Unwahrscheinlichkeit unserer Existenz begreifen, können wir zu einer neuen moralischen Haltung finden, bei der es nicht darum geht, einander zu bekämpfen, sondern gemeinsam als Spezies für die fortgesetzte Existenz eines Lebens einzutreten, das wahrscheinlich das einzige im Universum ist, das unsere gesamte Umwelt vollständig wertzuschätzen weiß. K .C. Cole, Autor von „Das Universum in der Teetasse“Nehmen Sie sich dieses Buch zu Herzen. Klar und kraftvoll stellt Gleiser dar, dass es in der westlichen Wissenschaft eine tiefreichende Verbindung gibt zwischen dem Monotheismus und der wissenschaftlichen Suche nach einer Theorie von Allem. Nachdrücklich und überzeugend macht er klar, dass wir diesen Traum aufgeben müssen. Dies könnte einen grundlegenden Wandel im Verständnis unserer Welt bedeuten. Stuart Kauffman, Autor von “Reinventing The Sacred“
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