Der junge Franz streift mit seiner Clique durch das überbordende Berlin der 1920er Jahre und ist hin- und hergerissen zwischen den ungeahnten Möglichkeiten und Gefahren einer Stadt im Rausch. Liv reist wie viele junge Israeli durch die Welt. Sie hat ihren Militärdienst allerdings nicht bereits absolviert, sondern flieht vor ihm – und vor einem ...
Der junge Franz streift mit seiner Clique durch das überbordende Berlin der 1920er Jahre und ist hin- und hergerissen zwischen den ungeahnten Möglichkeiten und Gefahren einer Stadt im Rausch. Liv reist wie viele junge Israeli durch die Welt. Sie hat ihren Militärdienst allerdings nicht bereits absolviert, sondern flieht vor ihm – und vor einem unerträglichen Gefühl der Enge – ins Ausland. Während ihrer Reise erobert sie einen neuen Kontinent: sie wird zu einer Social-Media-Ikone, deren Posts von vielen Tausenden gelesen werden. Zwischen Liv und Franz liegen beinahe 100 Jahre, aber sie gehen wie Geschwister durch dieselbe Welt. Beide suchen nach einer Perspektive abseits der Euphorie ihrer Epochen, nach Autarkie in der Masse. Kevin Kuhn stellt sich den drängenden Fragen der hypermodernen Welt und zeigt uns überraschende Wege durch die Fremde, die längst zu unserer Wirklichkeit geworden ist.
Kevin Kuhn
Kevin Kuhn, geb. 1981 in Göttingen, hat Philosophie, Kunstgeschichte und Religionswissenschaften in Tübingen und Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim studiert. Seit 2010 ist er Lehrbeauftragter am dortigen Institut. Immer wieder hat Kuhn auch im Ausland gelebt, unter anderem längere Zeit in Alaska und drei Jahre in Mexico City. Mit seinem Romandebüt »Hikikomori« (2012) wurde er von der FAS zu den 20 besten deutschsprachigen Autoren unter 40 gezählt. 2015 erhielt er das Literaturstipendium des Landes Niedersachsen. 2017 erschien sein zweiter Roman »Liv«. Kevin Kuhn lebt in Berlin.
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»In Kevin Kuhns Roman ›Liv‹ werden die Zwanzigerjahre zu einer Art Echokammer der Gegenwart. Kuhn setzt darin sehr virtuos eine Parallelaktion in Gang.«, Die Welt am Sonntag, 08.10.2017
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»Kevin Kuhn hat einen psychologischen Roman über die metaphysisch obdachlose Digitalgeneration geschrieben. Dies alles im treffend leichten Tonfall als Heldenreise ohne Rückfahrtticket gestaltet zu haben, ist ein reizvolles Kunststück.«, FAZ, 07.10.2017
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»Kevin Kuhn hat eine berauschend und unglaublich schöne Geschichte über unsere unstillbare Sucht, Informationen miteinander zu teilen, erzählt.«, masuko13.wordpress.com, 10.09.2017
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