Michel Friedman Friedman Fremd

Fremd

von Michel Friedman

„Dieser Text ist das Persönlichste, was Friedman je geschrieben hat." (Oliver Reese) Persönliche Erforschung des Fremdseins. Ein poetisches Werk über Identität und Zugehörigkeit.

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Beschreibung

»Dies ist ein Buch über das Fremdsein, das äußere und das innere. Eine Erfahrung, die exemplarisch für viele Menschenschicksale ist. Es ist allen Menschen gewidmet, die irgendwo im Nirgendwo leben.« Michel Friedman

»Die Angst ist mein Lebensgefährte«

Ein Kind, voller Furcht, kommt nach Deutschland – ins Land der Mörder, die die Familien seiner Eltern ausgelöscht haben. Hier soll es Wurzeln schlagen, ein Leben aufbauen.

Das Kind staatenloser Eltern tut, was es kann. Es will Kind sein. Es will träumen. Es will leben. Doch was es auch erlebt, sind Judenhass, Rassismus und Ausgrenzung – und eine traumatisierte Kleinfamilie, die es mit Angst und Fürsorge zu ersticken droht.

Mit großem Gespür für Zwischentöne und einer kunstvoll verdichteten Sprache zeichnet Friedman das verstörende Bild der Adoleszenz in einer als fremd und gefährlich empfundenen Welt. Das berührende Kaleidoskop eines existenziellen Gefühls, das seziert werden muss, damit es die Seele nicht auffrisst. 

Ein mutiges Buch

»Mit Fremd hat Michel Friedman ein überaus mutiges Buch geschrieben. Es ist so persönlich geworden, dass ich nur bewundern kann, wie tief er hier in seine eigene Geschichte – und die seiner Familie – blicken lässt. Und da gerade das Persönlichste in der Kunst oft von allgemeiner, gesellschaftlicher Bedeutung sein kann, bin ich mir sicher, dass viele Leserinnen und Leser von Fremd sehr berührt sein werden.«

Oliver Reese, Intendant Berliner Ensemble


Die tiefgehende Beschreibung einer existenziellen Erfahrung, die viele Menschen in unserer Gesellschaft verbindet


Ein aufrüttelndes Leseerlebnis



Autor*in

Michel Friedman
Michel Friedman, geb. 1956 in Paris, ist Rechtsanwalt, Philosoph, Publizist und Moderator. Von 2000 bis 2003 war er stellvertretender Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland und Herausgeber der Wochenzeitung Jüdische Allgemeine sowie von 2001 bis 2003 Präsident des Europäischen Jüdischen Kongresses. Er engagiert sich gegen Rechtradikalismus und für die Integration Geflüchteter.Seit 2016 ist er Honorarprofessor und leitete bis 2022 das von ihm mitbegründete Center for Applied European Studies an der Frankfurt University. Er moderiert u. a. die Sendung »Auf ein Wort« bei der Deutschen Welle sowie die Veranstaltungsreihen »Friedman im Gespräch« im Berliner Ensemble und »Denken ohne Geländer« im Jüdischen Museum Frankfurt am Main.Er ist Träger der Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt und Herausgeber des jüdisch-liberalen Magazins Aufbau. 

Themen in »Fremd«

Holocaust Erinnerungskultur Holocaustüberlebende Kinder von Holocaustopfern Rassismus Fremde Einwanderer Heimatlosigkeit jüdisches Leben in Deutschland Ausgrenzung Missbrauch Antisemitismus Diskriminierung Migration Fremdenhass

Stimmen zu »Fremd«

»›Fremd‹ von Michel Friedman erschafft etwas Einzigartiges. In diesem Buch leuchtet die Dunkelheit, und unerwarteterweise entdeckt man einen anderen in den Schatten, einen Fremden im eigenen Haus, bis die Umrisse schärfer werden und man irgendwann sieht: Das bin ja ich.«
Samira El Ouassil ()

»›Fremd‹ ist wortgewaltig, verstörend an einigen Stellen, emotional packend und in einer seltenen Verbindung zugleich eine Mischung von Poesie und präziser Beschreibung der Wirklichkeit. Ein beeindruckendes Buch, das keiner schnell vergessen wird, der es gelesen hat.«
Gert Scobel ()

»Friedmans neues Buch ist radikal anders und radikal privat. Einen schmerzlich intensiven Text hat Michel Friedman geschrieben.«
()

»In ›Fremd‹ wird Michel Friedman sehr persönlich. Um so viel Inneres nach außen zu kehren, braucht es auch viel Mut.«
()

»Wer glaubte, den wortgewaltigen Publizisten, Talkmaster und zeitweiligen Politiker Michel Friedman zu kennen, der wird durch dieses zarte, aparte Buch überrascht.«
()

»Dieses Werk sollte Pflichtlektüre werden!«
()

»Präzise und poetisch hat Michel Friedman seinen Eltern ein Denkmal gesetzt. In der Verknappung eröffnet das Buch Räume für Gedanken und Gefühle.«
Barbara Geschwinde ()

»Mal knallhart zynisch, mal sensibel und oft anrührend.«
()

»Michel Friedman legt mit ›Fremd‹ eine prosaisch-lyrische Autobiographie vor, die seine innere Fragmentierung in Bernstein gießt.«
Jan C. Behmann ()

»Knapp 200 Seiten mit einem fortlaufenden Gedicht zu füllen, ist in Zeiten schwindender Aufmerksamkeitsspannen ein Wagnis. Doch wenn es einem gelingt, den Spannungsbogen in dieser verknappten Form zu halten, dann Friedman.«
()

Details

ISBN: 9783827014610
Verlag: Berlin Verlag
Erscheinung: 01.09.2022

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