Zwei alte Damen leben in der Papierfabrikantenvilla »Pirasol«: Die scheue Gwendolin ist 84 Jahre alt, Witwe und Alleinerbin des Hauses, Thea ist fünfzehn Jahre jünger und verfolgt einen eigenen Plan. Als man den vom Vater verstoßenen und seit drei Jahrzehnten verschollenen Sohn Gwendolins in der Stadt gesehen haben will, versucht Thea, ihren Einfluss zu sichern und vollends das Regiment im Haus zu übernehmen. Für Gwendolin der Auslöser, sich zu erinnern: an eine Berliner Kindheit während der Zeit des Nationalsozialismus, an den Verlust der Eltern und das eigene Überleben, an einen neuen Anfang mit dem despotischen Papierkönig Willem, einen Brandanschlag und schließlich an die Verbannung des gemeinsamen Kindes. Am Ende lernt Gwendolin, allen Widrigkeiten etwas entgegenzusetzen – sich selbst.
Susan Kreller
Susan Kreller, geboren 1977 in Plauen, studierte Germanistik und Anglistik und promovierte über englischsprachige Kinderlyrik. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde sie 2012 mit dem Jugendbuch »Elefanten sieht man nicht« bekannt. Sie erhielt unter anderem das Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendium, den Hansjörg-Martin-Preis (2013) und 2015 den Deutschen Jugendliteraturpreis für »Schneeriese«. Sie arbeitet als Schriftstellerin, Journalistin und Literaturwissenschaftlerin und lebt in Bielefeld. »Pirasol« ist ihr Roman-Debüt im Berlin Verlag.
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»Pirasol ist ein besonderes Buch und birgt eine Geschichte in die man eben durch die Erzählweise tief einsteigt, eine Geschichte die in Erinnerung bleiben wird.«, reingelesen.wordpress.com, 15.05.2018
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»Ein literarisches Kunstwerk, herausragend.«, Borromäus-Jahrbuch, 01.12.2017
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»Eine lakonisch eigenwillige Sprache, die einen gefangen nimmt.«, Ruhr Nachrichten, 08.11.2017
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»Susan Kreller beweist sich mit einem dichten Stoff und einer eindringlichen, auch lyrischen Tonlage als Romancière für erwachsene Leser.«, Deutschlandradio „Büchermarkt“, 01.11.2017
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»Der berührende Rückblick der 84-jährigen Gwendolin auf ihr Leben ist ein wunderbarer, in einer bemerkenswert zarten, poetischen Sprache geschriebener Frauen- und Familienroman.«, Augsburger Allgemeine, 26.10.2017
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»Susan Kreller hat einen ergreifenden Roman über eine alte Frau geschrieben, die sich wehrt, eine Frau, die stellvertretend für eine Generation steht, die durch den Nationalsozialismus und den zweiten Weltkrieg ihre Kindheit verloren hat und erst spät erkennt, wie notwendig es ist, sich mit diesem Verlust auseinanderzusetzen.«, Domradio.de, 15.09.2017
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»Leicht und tief zugleich.«, TV Star (CH), 13.09.2017
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»›Pirasol‹ ist intelligent konstruiert und erzählt eine bewegende Geschichte mit Worten und Bildern, die unter die Haut gehen. Ein herausragender Roman.«, WDR 3 "Mosaik", 13.09.2017
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»Die Zeit, ein Tableau: In Susan Krellers meisterlichem Roman ›Pirasol‹ geht eine Achtzigjährige endlich auf die Barrikaden.«, FAZ, 08.08.2017
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»Susan Krellers Schreibstil ist knapp und präzise. Nie lässt sie sich dazu verleiten, seitenlange, detaillierte Beschreibungen abzuliefern.(…). Auch für die seltenen liebevollen Momente findet Kreller in ›Pirasol‹ passgenaue, unverbrauchte Worte. (…). Virtuos balanciert Kreller zwischen den Zeitebenen.«, Neue Westfälische, 25.07.2017
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»Eindrucksvoll, auf drei Ebenen (...) schildert der Roman die Erlebnisse einer Frau, die sich im Alter von ihren Schuldgefühlen befreien und endlich ihre Stimme heben kann.«, Frau und Mutter
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»Susan Kreller ist mit ›Pirasol‹ ein beeindruckender, stark verdichteter Roman gelungen. Gwendolyns lang verzagte Stimme erklingt klar, ihre Worte und Gedanken sind voller Poesie.«, BÜCHER Magazin
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