Arturo, der Fischjunge, ist der Star des Familienzirkus. Sein rhetorisches Talent begeistert die Zuschauer so sehr, dass sie ihn wie einen Gott verehren und alles geben würden, um zu werden wie er. Am meisten aber liebt ihn seine Schwester Olympia, sie steht auch dann noch zu ihm, als er die siamesischen Zwillinge gegeneinander aufbringt, als er skrupellos die magischen Fähigkeiten des Nesthäkchens Chick für seine Zwecke missbraucht.
Es ist Olympia, die buckelige Albino-Zwergin, die uns von ihrer Familie erzählt, von ihren Eltern, die sich durch unfassbare Experimente eine genetisch mutierte Freakshow heranzüchten. Sie berichtet von Geschwisterliebe und -konkurrenz, vom Kampf um Anerkennung in einer Welt des Über-Besonderen. Als Arturo in seinem Größenwahn kaum mehr zu halten ist, entwickelt sich ein dramatisches Spiel zwischen fanatischer Hingabe und mörderischer Abscheu.
Katherine Dunn hat einen die Grenzen sprengenden Roman geschrieben, der unseren Blick auf uns und unsere Gesellschaft verändert. Dutzende wunderlich-bezaubernde Figuren hinterfragen unsere Vorstellung von „Selbst“ und „dem Anderen“, normal und unnormal, Perfektion und Deformation. Was ist Schönheit? Und was ist die moderne Familie wert?
Wie viele der großen Romane der Moderne erzählt auch dieses Buch die Geschichte einer Familie. Doch die Binewskis sind die absonderlichste Verwandtschaft, die man sich vorstellen kann – und sie stellen sich, nachdem dieser kühne Roman jahrzehntelang als unübersetzbar galt, nun endlich dem deutschsprachigen Publikum vor.
Katherine Dunn
Katherine Dunn, geboren 1945 in Kansas City, ist Romanautorin und Journalistin für die L.A. Times und unzählige weitere Zeitungen und Magazine. Außerdem arbeitet sie als Radiomoderatorin und Kritikerin und ist eine der führenden Box-Reporterinnen der USA. Sie selbst steigt heute nicht mehr in den Ring, trainiert aber noch am Sandsack. Katherine Dunn hat 17 Jahre an »Binewskis« geschrieben und arbeitet seit 24 Jahren an ihrem nächsten Roman.
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»"Binewskis. Verfall einer radioaktiven Familie" ist ein Buch wie ein Panoptikum, ein Familienroman, eine dunkel-schillernde Reflexion über die Frage nach Normalität und Perfektion in einem Mainstreamamerika [...]. An einem neuen Roman arbeitet Katherine Dunn seit 24 Jahren [...]. Es gibt kein Erscheinungsdatum und keine Vorhersage, wann er fertig sein könnte. Nur die Vorfreude darauf - und den leisen Neid, der so viele Dunn-Fans eint, auf alle jene, die das verstörende Wunder der Lektüre der "Binewskis" noch vor sich haben.«, NEON, Verena Lugert, 19.05.2014
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»Und es ist unwahrscheinlich, was in dieses Buch alles hineingezaubert wird. Immer dann, wenn man meint, man könne es sich auf einer Erzählebene bequem machen, dreht die Autorin die Schraube wieder um einige Windungen an, erfindet neue alptraumhafte Absonderlichkeiten und Absurditäten.«, Buchkultur, Konrad Holzer, 21.07.2014
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»Skandalös, absurd und absolut genial.«, Jolie, Anja Lochner, 12.06.2014
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»Das lange Warten auf die Übersetzung - Monika Schmalz meistert die Untiefen und Wortspiele des Originals übrigens glänzend - hat sich gelohnt: "Binewskis" [...] ist eine verstörend scharfsinnige, brutal komische Reflexion über Normalität und Abweichung. [...]. Katherine Dunn erzählt kühl und lakonisch ungerührt, warmherzig und nostalgisch von Zwergen, die nicht klein beigeben.«, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Martin Halter, 12.06.2014
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»Sprachgewaltig, derb, skurril, tabulos, überraschend, dabei aber auch witzig. [...]. Auf jeden Fall ein Muss-Buch!«, WDR 1Live, Gesa Müller, 26.05.2014
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»Außergewöhnlich! Diese Familiensaga beeindruckt mit Stil, einer grandiosen Heldin und der Frage, was heutzutage eigentlich noch normal ist. Schrill, schillernd, umwerfend.«, Petra, Christina Thelen, 18.06.2014
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»"Binewskis" ist der schönste, schmerzvollste, fantasievollste, traurigste, verstörendste und berührendste Familienroman seit Langem. Man erahnt bei der Lektüre: Diese verrückten Binewskis, im Grunde sind sie uns doch recht ähnlich.«, Die Presse, Sebastian Fasthuber, 21.06.2014
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»Geschrieben ist das Ganze großartig, für den immer flotten Stil und die sekündlich quellenden Handlungs-, Dialog- und Ortsdetails hat sich die jahrelange Arbeit gelohnt. Da ist keine maue Stelle übrig geblieben, da bleibt immer alles im Lesefluss, da stellt sich Katherine Dunn als hoch potente, mitreißende Erzählerin vor.«, Die WELT, Klaus Ungerer, 21.06.2014
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»Der scharfsinnige wie herrlich komische Roman über eine Artistenfamilie war in den USA in den 90er-Jahren Kult. [...]. Großartige Gesellschaftssatire!«, Format, Michaela Knapp, 20.06.2014
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»Die heitere Selbstverständlichkeit, mit der Oly von ihrer schrecklich normalen Familie erzählt, ist starker Tobak. [...]. "Binewskis" ist eine verstörende, scharfsinnige Reflexion über Normalität und Abweichung: Familienroman, Gesellschafts- und Mediensatire und Hommage an die Beutelmenschen und bärtigen Frauen, die auf unser Mitgefühl und unsere Schönheitsideale pfeifen. [...]. Dunn feiert das Recht auf Anderssein, Weisheit und Stolz der Freaks, aber ihr Monstrositätenkabinett hat heute doch einiges von seiner Unschuld verloren.«, Tages-Anzeiger, Martin Halter, 30.05.2014
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»Danke, Katherine Dunn! Für den umwerfenden Roman "Binewskis". Eine Ode an das krasseste, witzigste, anrührendste und abgründigste Buch des Jahres. [...]. Die "Binewskis" waren das Abgründigste, was mir je begegnet war, und zugleich zu Tränen rührend und atemberaubend witzig.«, annabelle, Claudia Senn, 21.05.2014
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»"Binewskis" lässt sich lesen als Satire auf den Schönheitskult unserer Zeit: auf plastische Chirugie und Diätwahn. Aber auch als Satire auf Ich-Sucht und Individualismus als Religion. [...]. Dunns Sprache und ihr Ton sind mal saftig und mal versaut, mal blutig und mal tabulos, oft komisch und immer anschaulich.«, SPIEGEL online, Tobias Becker, 14.05.2014
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»Was Dunn hier durchexerziert, ist ein reizvolles Gedankenexperiment: Schönheitsideale und die Dialektik, die sie in einer marktwirtschaftlich denkenden Welt entwickeln. [...]. Zweifellos ein Roman, der zu denken gibt.«, Der Standard, Andrea Heinz, 29.06.2014
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»Kult!«, WIEN Spiegel, Rudolf Mottinger, 16.06.2014
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»Wer Sapß haben will an diesen 500 - vor Verrücktheiten strotzenden - Seiten, sollte keine ethische Diskussion erwarten, sondern einen Panoptikums-Text, der später die Autorin Karen Russel zu ihrem Überraschungsdebüt "Swamplandia" ebenso inspirierte wie John Irving zu "Zirkuskind". Vor der Übersetzung von Monika Schmalz kann man sich nur verneigen.«, NDR Kultur "Neue Bücher", Stefan Maelck, 15.05.2014
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