Der Mercator-Hondius-Atlas, der auf die weltberühmten Karten von Gerhard Mercator (1512–1594) zurückgeht, erscheint zum 500. Geburtstag des großen flämischen Kartografen der Renaissance. Das Exemplar der deutschsprachigen Ausgabe von 1633 aus der Berliner Staatsbibliothek, das unserer Ausgabe zugrunde liegt, zeichnet sich durch einen exzellenten Erhaltungszustand und besonders kräftige Farbigkeit der Kolorierungen aus.
2012 gibt ein Doppeljubiläum – der 500. Geburtstag von Gerhard Mercator und der 400. Todestag von Jodokus Hondius – Anlass zu einer besonderen Edition: dem Reprint der Karten des Mercator-Hondius-Atlasses nach der kolorierten deutschsprachigen Ausgabe aus dem Archiv der Berliner Staatsbibliothek. Gerhard Mercator ist eine der beeindruckendsten Persönlichkeiten der Renaissance. Seine Globen und sein Kartenwerk legten das auf Ptolemäus fußende, antike Weltbild endgültig zu den Akten. Die große Weltkarte von 1569 wird als Mercators Meisterwerk betrachtet; als erste Weltkarte verwendet sie eine winkeltreue Projektion. Für die Seefahrt ist diese winkeltreue Projektion (genannt Mercator-Projetion) bis heute wichtig; sie wird nach ihrem Begründer „Mercator-Projektion“ genannt. Den großen Atlas gab Mercators Sohn Rumold 1595 postum heraus. 1604 kaufte Jodokus Hondius die Druckplatten, fügte 40 eigene Karten hinzu und gab 1606 den Atlas neu heraus, der nachfolgend als „Mercator-Hondius-Atlas“ in mehreren Auflagen erschien. Nur wenige Ausgaben dieses Atlasses sind koloriert. Das in der Staatsbibliothek zu Berlin vorliegende, hervorragend erhaltene und in den Karten außerordentlich farbkräftige Exemplar stammt aus dem Jahr 1633.
Das ist die Abbildung der gantzen Welt, mit allen darin begriffenen Laendern und
Provintzen sonderlich von Teutschland, Franckreich, Niderland, Ost und West Indien
Mit einer neuen Einführung von Dr. Thomas Horst
- Keine nummerierten und limitiereten Exemplare wie in 1. Reprint Auflage von 2012!
Atlaswerk Kartografen Renaissance