Würzburg liegt in Trümmern. Die Menschen leben in notdürftigen Unterkünften. Manchmal findet einer, wenn er morgens aufwacht, was er am dringendsten braucht: eine Hose, ein Paar Schuhe, eine warme Decke. Als Spender zeichnen ›Die Jünger Jesu‹, elf Jungen, die für eine gerechte Verteilung irdischer Güter sorgen und die sich durch ihr praktisches Handeln von den abenteuerlichen Rachegelüsten ihrer Großväter unterscheiden. Sie werden dabei mit Kräften konfrontiert, die Vergangenes wiederbeleben wollen, und sei es mit Gewalt und Mord. Leonhard Frank gelingt ein authentisches Bild vom konfliktreichen Leben im amerikanisch besetzten Nachkriegsdeutschland.
Leonhard Frank
Leonhard Frank, geboren am 4. September 1882 in Würzburg, emigrierte wegen seiner pazifistischen Gesinnung von 1915 bis 1918 in die Schweiz und floh nach 1933 über verschiedene Stationen in Europa in die USA, wo er von 1940 bis 1950 weitere zehn Jahre im Exil verbrachte. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland im Jahr 1950 lebte er bis zu seinem Tod am 18. August 1961 in München.
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