Aus den Lehrjungen der ehemaligen Würzburger Räuberbande sind tüchtige Gastwirte, Gärtner, Lokomotivführer, Lederhändler und Familienväter geworden. Aber die Folgen des ersten Weltkrieges haben sie um ihre Existenzgrundlage gebracht. Als Männerquartett hoffen sie, sich eine Weile über Wasser halten zu können. Unerwartete Hindernisse sind zu überwinden, ehe sie in Ochsenfurt ihren ersten – und einzigen – Auftritt erleben. Hoffnungsträger sind ihre Kinder Thomas und Hanna, die sich für eine vernünftige und sozial gerechte Weltordnung engagieren. Leonhard Frank zeigt sich auch in diesem Roman als vorzüglicher
Erzähler und Zeitchronist.
Leonhard Frank
Leonhard Frank, geboren am 4. September 1882 in Würzburg, emigrierte wegen seiner pazifistischen Gesinnung von 1915 bis 1918 in die Schweiz und floh nach 1933 über verschiedene Stationen in Europa in die USA, wo er von 1940 bis 1950 weitere zehn Jahre im Exil verbrachte. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland im Jahr 1950 lebte er bis zu seinem Tod am 18. August 1961 in München.
Leonhard Frank Würzburg Die Räuberbande Erster Weltkrieg Ochsenfurt