Gemütvolle Menschen haben zu jeder Zeit in den Wolken so etwas wie einen Begleiter der Seele empfunden: Dem Sehnsüchtigen schenken die rot leuchtenden Abendwolken Ruhe, die wild aufgetürmten Sommerwolken geben ein Bild von ungestümer Kraft, wie himmlisches Glück wirken die leichten Schäfchenwolken. Doch der Blick auf die Wolken kann mehr sein als nur eine ästhetische Betrachtung …
Nicht nur auf Maler wie William Turner oder Andrea Mantegna, der in seinen Himmelsdarstellungen Figuren in die luftigen Gestalten hineingeheimnist hat, haben die Wolken eine besondere Anziehungskraft ausgeübt. Friedrich Doldinger hat wunderbare Texte von Goethe, Hölderlin, Novalis, Eichendorff, Nietzsche, Steiner und zahlreichen anderen Autoren zusammengestellt und zeigt, wie die Beschäftigung mit den Wolken eine wichtige meditative Tätigkeit sein kann.
Friedrich Doldinger
Friedrich Doldinger, 1897-1973, gehörte zum Gründerkreis der Christengemeinschaft. Mit 24 Jahren bereits Priester, war er gleichzeitig eine höchst originelle und eigenwillige, sensible Künstlernatur. Neben 34 Dramen verfasste er u.a. eine vielbeachtete Biografie Mozarts.
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