Übergänge von autoritär verfassten Staaten zu Demokratien treten in Wellen auf und sind ein globales Phänomen. Will man die damit verbundenen gesellschaftlichen Wandelprozesse verstehen, braucht man eine übergreifende Perspektive. Dennoch hat sich die vergleichende Politikwissenschaft nur am Rande mit der internationalen Dimension von Demokratisierungsprozessen beschäftigt; eine kohärente Theorie über exogene Einflussfaktoren fehlt. Das Konzept der Diffusion, also der Ausbreitung einer kulturellen Idee, könnte das Potenzial für eine solche Theorie bergen.
Rainer H. Thiel überprüft verschiedene sozialwissenschaftliche Diffusionskonzepte und testet ihre Anwendbarkeit auf die aktuellen Debatten der Demokratisierungsforschung. Er entwickelt einen heuristischen Rahmen für empirische Untersuchungen, der sowohl machtpolitische als auch akteurstheoretische und politisch-kulturelle Ansätze vereint. Daraus ergibt sich eine neue, differenzierte Sichtweise auf die "dritte Demokratisierungswelle".
Der Autor überprüft sozialwissenschaftliche Diffusionskonzepte und testet ihre Anwendbarkeit auf die aktuellen Debatten der Demokratisierungsforschung. Daraus ergibt sich eine neue Sichtweise auf die "dritte Demokratisierungswelle".
Übergänge von autoritär verfassten Staaten zu Demokratien treten in Wellen auf und sind ein globales Phänomen. Will man die damit verbundenen gesellschaftlichen Wandelprozesse verstehen, braucht man eine übergreifende Perspektive. Dennoch hat sich die vergleichende Politikwissenschaft nur am Rande mit der internationalen Dimension von Demokratisierungsprozessen beschäftigt; eine kohärente Theorie über exogene Einflussfaktoren fehlt. Das Konzept der Diffusion, also der Ausbreitung einer kulturellen Idee, könnte das Potenzial für eine solche Theorie bergen.
Rainer H. Thiel überprüft verschiedene sozialwissenschaftliche Diffusionskonzepte und testet ihre Anwendbarkeit auf die aktuellen Debatten der Demokratisierungsforschung. Er entwickelt einen heuristischen Rahmen für empirische Untersuchungen, der sowohl machtpolitische als auch akteurstheoretische und politisch-kulturelle Ansätze vereint. Daraus ergibt sich eine neue, differenzierte Sichtweise auf die "dritte Demokratisierungswelle".
Rainer Thiel
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