Der Band beschäftigt sich mit den Reflexionen mehrsprachiger Autorinnen und Autoren, die sich in den letzten Jahrzehnten im deutschsprachigen Raum mit ihren literarischen Werken etablieren konnten. Anhand von Auszügen aus autobiographischen Essays, Poetikvorlesungen und Gesprächsaufzeichnungen wird dabei der Frage nach ihren ambivalenten Spracherfahrungen nachgegangen.
Der Band beschäftigt sich mit den Selbstäußerungen mehrsprachiger Autorinnen und Autoren unterschiedlicher kultureller Herkunft, die seit der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts im deutschsprachigen Raum schreiben und publizieren. Im Zentrum stehen autobiographische Essays, Poetikvorlesungen sowie Gesprächsaufzeichnungen, in denen sie ihr Verhältnis zu den jeweiligen Herkunftssprachen reflektieren, sich intensiv mit dem Deutschen als fremder Literatursprache auseinandersetzen und ihr Selbstverständnis als Autorinnen und Autoren schildern. Die durch zahlreiche Zitate belegten Selbstreflexionen bieten zudem weitreichende Einsichten in die ambivalente Auseinandersetzung mit ihrer Sprachidentität. Die Studie liefert einen Beitrag zur Erhellung von individueller Mehrsprachigkeit in Bezug auf die Entwicklung kreativer Schreibprozesse.
Fokus auf bisher marginal untersuchten Texten mehrsprachiger Autor/innen
Einbeziehung von Psychoanalyse, Erinnerungs- und Identitätsforschung etc.
Einblicke in Zusammenhänge zwischen individueller Mehrsprachigkeit und literarischem Schreiben
Ulrike Reeg
Mehrsprachigkeit Sprachreflexion Sprachidentität Interkulturelle Literatur Mehrsprachige Literatur Literatursprache Schreibprozess Prolog Dialog Nähe und Distanz Publizieren Mehrsprachigkeit Schreiben Herkunft Erinnerung