Queer Reading macht Konstruktionen des Geschlechts und des Begehrens lesbar. Es öffnet etwa den Blick dafür, wie ,Heterosexualität' als postulierte soziale Norm in Texten stetig untergraben wird, und ermöglicht die Entdeckung homoerotischer Subtexte. Die Methode legt ein ,anderes Begehren' offen, das nicht den Äußerungen der Figuren und unseren Erwartungen entspricht. Sie erweitert so unseren Horizont und bedeutet damit eine Bereicherung jeder literaturwissenschaftlichen Arbeit. Das Studienbuch zeigt am Beispiel ganz unterschiedlicher Prosa, wie ein Text queer gelesen werden kann, und will zu eigenen queeren Lektüren ermutigen.
Queer Reading ist eine Methode, die die Konstruktionen des Geschlechts und des Begehrens lesbar macht. Eine queere Lektüre öffnet etwa den Blick dafür, wie ,Heterosexualität' als postulierte soziale Norm in Texten stetig untergraben wird, und ermöglicht die Entdeckung homoerotischer oder homosexueller Subtexte. Ziel ist allerdings nicht, im Gegenzug andere Identitäten zur Norm zu erklären oder Autor*innen und Figuren Prädikate wie ,homosexuell' oder ,transsexuell' zuzuschreiben. Vielmehr legt Queer Reading ein ,anderes Begehren' offen, das nicht den Äußerungen der Figuren und unseren Erwartungen entspricht. Es erweitert so unseren Horizont und bedeutet damit eine Bereicherung jeder literaturwissenschaftlichen Arbeit. Das Studienbuch verdeutlicht anhand von Lektüren ganz unterschiedlicher Prosa, wie ein Text queer gelesen werden kann, und will seine Leser*innen ermutigen, sich Leitlinien zu erarbeiten, mit denen sie Texte selbst queer lesen können. Das Buch leistet neben der Methodendiskussion auch einen Beitrag zur Erforschung kanonisierter Autor*innen und Werke aus neuer Perspektive.
Einführung in die literaturwissenschaftliche Methodik, Gender Studies und Queer Studies
Praktische Anwendung der Methode im Close Reading Neue Lektüren kanonisierter Autoren
Katja Kauer
Gender Studies literaturwissenschaftliche Methoden Gegenwartsliteratur/ Popliteratur Close Reading Eduard von Keyserlin