Das Buch untersucht das Verb machen im Deutschen anhand von aktuellen Sprachdaten spontaner Gespräche. Dabei wird besonders fokussiert, wie sich die Bedeutung dieses doch eher vagen Ausdrucks in den und durch die jeweiligen Kontexte konkretisiert. Dies wird anhand eines eigens entwickelten Ebenenmodells zur Beschreibung und Analyse von Bedeutungskonstitution in der gesprochenen Sprache erläutert. Darüber hinaus werden die Einträge zum Verb machen in Wörterbüchern (wie z.B. dem Duden) kritisch diskutiert und ein Vergleich mit der Funktion und Verwendung und Funktion des Verbs tun vorgenommen.
Die Arbeit untersucht unter anderem sowohl die semantischen Interpretationen von machen als auch seine pragmatischen Funktionen in der Interaktion, diskutiert die Behandlung von machen in der Lexikographie und liefert dazu einen Vergleich mit der Bedeutung und Funktion des Verbs tun in der gesprochenen Sprache. Außerdem wird die Konstitution von Bedeutung am Beispiel von machen anhand eines eigens entwickelten Ebenenmodells dargestellt, durch welches sich die einzelnen (außer-)sprachlichen Ebenen jeweils abgrenzen und einzeln beschreiben lassen. Die Analysen basieren dabei auf der Grundlage aktueller und spontansprachlicher Interaktionen unterschiedlicher Gesprächstypen.
1 Eigens erstelltes, sprachliche und außersprachliche Ebenen umfassendes Modell zur Beschreibung und Analyse von Bedeutungskonstitution in der gesprochenen Sprache
2 Vergleich der Verwendung und Bedeutung Verben tun und machen in der gesprochenen Sprache
3 Ausführliche und umfassende Beschreibung des Gebrauchs und der Funktion eines bestimmten Verbs im aktuellen Sprachgebrauch
Karoline Kreß
Interaktionale Linguistik Bedeutungskonstitution Konstruktionsgrammatik Verbsemantik Lexikographi