Behandelt werden die hier erstmals umfassend gesammelten Darstellungen liegender, schlafender Eroten von ihren Anfängen bis in römische Zeit. Durch eine kopienkritische Analyse gelingt es, innerhalb des scheinbar willkürlich gestalteten Skulpturenvorrats zehn Fassungen liegender Knabenfiguren nachzuweisen, ausserdem vier Gruppen, die jeweils durch typologische Übereinstimmungen eng zusammengehen. Neben stilistischen Einzelbetrachtungen richtet sich das Interesse auf das rezeptionelle Verhältnis der verschiedenen Ausformungen des Motivs zueinander. - Antike Schriftquellen und ikonographische Überlegungen lassen auf einen Wandel des liegenden Eros vom spätklassischen Götterbild zur römischen Allegorie schliessen. - Ergänzend vermitteln fünf Exkurse stilistische Betrachtungen zur hellenistischen Kinderplastik und zum liegenden Eros in der Koroplastik, ferner Gedanken zum Kinderbild des Eros und terminologische Bestimmungen.
Magdalene Söldner
BAENDE Eroten hellenistischen Kunst liegenden römischen Söldner UNTERS Untersuchungen
«Immer wieder beeindruckt die Verf. durch versierte Kenntnis der modernen und antiken (¿) Literatur, durch ihre Aufgeschlossenheit für Fragestellungen, die Vielseitigkeit ihrer Beobachtungen und die Gründlichkeit ihrer Überlegungen.» (Bernhard Schmaltz, Gnomon)
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