Doris Lessings Absicht, durch ihre Erzählungen ein angemesseneres Ver- ständnis von Wesen und Aufgabe des menschlichen Daseins zu ver- mitteln, ist häufig verkannt worden. Das vorliegende Buch fragt nach der Weltanschauung hinter der wandelfähigen Erzählkunst der Autorin und kommt zu dem Ergebnis, dass diese Weltanschauung einer bedeutenden lebensphilosophischen Tradition der englischen Literatur verpflichtet ist, wobei Lessing für die Bildlichkeit ihrer Romane besonders auf die Individuationstheorie C.G. Jungs sowie die Seelen- lehre Platons zurückgreift.
Henryk Kellermann
Doris Lessing Romanwerk Weltanschauung
«Von der Gesamtkonzeption her ist dieses Buch ohne Zweifel ein beachtenswerter Beitrag zur Doris-Lessing-Forschung.» (Eckhard Auberlen, Archiv)
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