Was bedeutet es, wenn ein Mensch nicht mehr leben will - nicht aus Verzweiflung, sondern aus Klarheit? Was bedeutet Selbstbestimmung, wenn sie am Lebensende endet? Und was sagt es über eine Gesellschaft aus, wenn sie das Recht auf den Tod zwar anerkennt, aber dessen Ausübung systematisch verhindert?
Dieses Buch stellt unbequeme Fragen: Warum wird ein freier Todeswunsch oft als Krankheit gewertet? Warum verweigern sich Politik, Medizin und Kirche einer gesetzlich geordneten Suizid-Assistenz? Und warum dürfen Menschen in Deutschland zwar gehen - aber möglichst nicht sichtbar, nicht begleitet, nicht organisiert?
Der Text ist kein Ratgeber. Er ist kein Aufruf. Er ist der Versuch, eigenen Erfahrungen und Recherche in Worte zu fassen, die vermutlich viele teilen aber über die kaum jemand öffentlich sprechen darf. Dies ist ein entschlossener Widerspruch gegen das große Schweigen. Und eine Einladung, das letzte Wort über das eigene Leben nicht anderen zu überlassen.
Ein Beitrag zur Diskussion um Sterbehilfe und deren Verhinderung durch die Untätigkeit der Politik
Schnauze voll? Pech gehabt. Selbstbestimmt Sterben ist legal, aber hier so gut wie unmöglich.
Ralph Gravenstein
Der Autor (geboren 1967) ist freiberuflicher Kommunikationsberater und lebt in Südwestdeutschland.
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