wir leben in einer Zeit der Simulation von Realitäten (siehe etwa in “Agonie des Realen” von
J. Baudrillard).
wir leben in einer Zeit der Simulation von Realitäten (siehe etwa in “Agonie des Realen” von
J. Baudrillard). Besonders im Kulturbetrieb spiegeln, analysieren und kommentieren wir eine Welt von außerhalb, überziehen sie mit intellektueller Deutung oder ziehen uns vor ihrer geballten Macht zurück und bespielen Räume mit kryptischer Bedeutung und ästhetisch überformten Gesten und Inhalten.
Kunst und Kultur entfernen sich so in ihrer vorgetäuschten Ursprünglichkeit, Authentizität und Verbundenheit mit den natürlichen (realen) Kräften, aber ebenfalls durch eine diese Entfemdung kompensierende Abhängigkeit vom Geld immer weiter von ihrem Objekt, vom Leben – und zwar so weit weg, dass Kunst und Kultur das Leben in seiner planetaren Fülle und organischen Einheit und besonders auch in ihrer engen Verknüpfung von Ästhetik und Moral nicht mehr zu fassen bekommen, worauf sie mit ihrer fantastischen, immerzu fabulierten Autonomie bald nur noch ihre eigene reine, sich selbst und uns kraftlos spiegelnde Form erhalten...
Und es ist gerade diese Harmlosigkeit im Gewand des Weltenwandlers und Zauberers, die das Geld zum Erhalt dieser Kunstweltblase immerzu fließen lässt.
In dieser Hinsicht bedeutet Kunstfreiheit (Autonomie) vielmehr nur eine negative Freiheit von als eine Freiheit zu … – und sie bleibt hinsichtlich ihrer ungenutzten Potentiale noch immer bloß Mythos, unter dem sich kaum mehr als bildungsbürgerliche Selbstbeglaubigung und Rechtfertigung verbirgt.
anonymous .
.
offene geschichte integrale Lebenskunst kulturrevolution