Ein Roman über Verlust, Erinnerung und das diffuse Lebensgefühl der späten Achtziger – intelligent, vielstimmig und erschreckend aktuell.
"Vielleicht will sie gar nicht gefunden werden."
Als Olivers Schwester Sonja plötzlich verschwindet, bleibt nur ein knapper Abschiedsbrief. Die Polizei tappt im Dunkeln, die Eltern sind überfordert – also macht Oliver sich selbst auf die Suche. Was als familiäre Pflicht beginnt, wird bald zu einer Reise durch das westdeutsche Lebensgefühl der späten Achtziger: Geiselnahme, Fernsehen, Schweigen.
Zwischen popkulturellen Trümmern und persönlichen Leerstellen erzählt "BRD" eindrucksvoll von Orientierungslosigkeit, Erinnerung – und dem Versuch, Nähe zu finden, wo Sprache versagt.
Thorsten Krämer
Thorsten Krämer ist Popliterat a.D., sein erstes Buch erschien 1998, es folgten weitere.
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