Das Buch holt die alten und teilweise ganz vergessenen algebraischen Navigationsverfahren aus ihrem Schlaf um daraus moderne Navigationsverfahren für künftige Seglergenerationen zu schaffen.
Nach drei Jahrzehnten Satellitennavigation ist es langsam unpassend, einer neuen Seglergeneration weiterhin ausschließlich die klassische Navigationsmethode des letzten Jahrhunderts in voller Ausprägung anzupreisen. Dieser klassischen Methode von St. Hilaire aus dem Jahr 1875 muss eine Alternative zur Seite gestellt werden, die den täglichen Gewohnheiten angepasst ist und ebenso alle Voraussetzungen für eine Notfallnavigation erfüllt.
Sollte tatsächlich einmal ein Notfall eintreten, dann geschieht das unerwartet und oft noch kombiniert mit weiteren Schäden am Boot. In so einer Stresssituation werden wohl die wenigsten das Verfahren von St. Hilaire aus der Tasche ziehen können. Diese Methode wird nur dann weiterhelfen, wenn der Skipper Routine darin besitzt und die hat er nur, wenn er ständig damit navigiert. Die meisten Segler wissen mit der St. Hilaire Methode gar nichts mehr anzufangen.
Um einen Standort bestimmen zu können, braucht es keine Standlinien, keine Mathematik und auch keine nautischen Unterlagen. Carl Friedrich Gauß hat 1809 gezeigt, wie ein Standort aus den Höhen zweier Gestirne über dem Horizont einfach nur ausgerechnet wird. Die Satellitennavigation macht das genauso. Doch Satelliten senden ihre Positionen mit Funksignalen zur Erde. Die Positionen natürlicher Gestirne müssen dagegen mit einem Sextanten von der Erde aus gemessen werden.
So besteht der Inhalt des Buches nicht nur darin, die alten algebraischen Navigationsverfahren aus ihrem Schlaf zu holen, sondern es wird auch gezeigt, was alles notwendig ist, um daraus moderne Navigationsverfahren zu machen.
Helmut Hoffrichter
Der Autor, geboren 1949, Erfinder, Ingenieur, Segler und erfolgreicher Unternehmer, gründete nach seinem Abschluss an einer technischen Hochschule ein medizintechnisches Unternehmen in Deutschland und ein weiteres in China. Innerhalb weniger Jahre konnte er mit seinen Produkten Handelsbeziehungen zu mehr als 40 Ländern aufbauen.
Als Kind, in Rostock am Wasser aufgewachsen, entwickelte sich bei ihm schon früh eine Leidenschaft für alles Maritime. Jahre später erwuchs daraus ein besonderes Interesse an der Geschichte der Seefahrt und ganz besonders an der Erforschung historischer Navigationsverfahren. Er sieht eine Aufgabe darin, die Navigation mit einem Sextanten für die Seefahrt so zu vereinfachen, dass sie ohne Vorkenntnisse für jeden möglich ist.
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