Die neue DAfStb-Richtlinie "Vorbeugende Maßnahmen gegen schädigende AlkaliReaktion im Beton" enthält in der neuen Ausgabe 2007 zwei Schnellprüfverfahren für die Prüfung gebrochener Gesteinskörnungen. Ziel des vorliegenden Projektes war es, die Aussage des in der Richtlinie als Referenzverfahren bezeichneten Schnellprüfverfahrens an bisher noch nicht mit einbezogenen Quarzporphyren näher zu untersuchen, ferner durch zusätzliche Prüfungen an gebrochenen Gesteinskörnungen (Grauwacken und Granit) die Aussagesicherheit des Schnellprüfverfahrens weiter zu untermauern. Darüber hinaus wurde die Leistungsfähigkeit des Schnellprüfverfahrens weiter untersucht für den Fall, dass mit ihm auch Kiese beurteilt werden sollen. Einbezogen wurden daher in die Untersuchungen 6 verschiedene Kiesmaterialien. Das Prinzip des Schnellprüfverfahrens ist es, die Dehnungen von Mörtelprismen, welche aus der zu beurteilenden Gesteinskörnung hergestellt wurden, bei Einlagerung in heißer Natronlauge bis zu einer Einlagerungszeit von 13 Tagen zu messen und zu prüfen, ob nach 13 Tagen ein bestimmter Grenzwert (1 mm/m) nicht überschritten wird. In diesem Fall kann die Gesteinskörnung als nicht reaktiv bzw. nach E I-S eingestuft werden. Nähere Einzelheiten zum Prüfverfahren sind aus der neuen Alkali-Richtlinie zu entnehmen. Die Zuverlässigkeit der Aussage des Schnellprüfverfahrens wurde beurteilt durch den Vergleich der Ergebnisse mit dem bis zu 9 Monaten dauernden Nebelkammer-Prüfungen ebenfalls nach Teil 3 der Alkali-Richtlinie. Für die zuvor genannten Gesteinskörnungen lagen teilweise bereits Nebelkammer-Prüfergebnisse vor, teilweise waren die Nebelkammer-Prüfungen im Rahmen des vorliegenden Forschungsvorhabens neu durchzuführen. Sofern auf bereits vorliegende Nebelkammer-Prüfungen zurückgegriffen wurde, wurden die Prüfungen mit dem Schnellprüfverfahren stets an Rückstellproben dieser Nebelkammer-Prüfungen durchgeführt.
L. Franke
Baustoff Zuschlag Bauforschung Allgemein Betonzuschlag Gesteinskörnung Eigenschaft Alkalireaktion Test Schnelltest Prüfverfahren Probekörper Dehnungsmessung