Der Wärmeschutz mit der ab 2002 geltenden Energieeinspar-Verordnung soll nicht nur besser als der bisherige mit der Wärmeschutzverordnung von 1995 sein. Die Maßnahmen zur weiteren Verringerung des Energieeinsatzes müssen sich auch rentieren. Es ist untersucht worden, ob und unter welchen Bedingungen die baulichen und anlagentechnischen Vorkehrungen zum Erreichen der größeren Energieeinsparungen ökonomisch sind. Man analysierte acht Wohngebäude und zwei Bürobauten der Katagorie »Gebäude mit normalen Innentemperaturen« und verglich den nach der 1995er-Wärmeschutzverordnung erforderlichen Aufwand mit dem, den die neue Energieeinspar-Verordnung erwartet. Dem Mehraufwand wegen der schärferen Ansprüche an die Anlagentechnik und den baulichen Wärmeschutz stehen die erhöhten Energieeinsparungen gegenüber. Mit einer derzeit üblichen Niedertemperaturheizung sowie sinnvoll geplanter und dichter Bauteilanschlüsse ergeben sich wirtschaftliche Amortisationszeiten von weniger als 25 Jahren. Brennwertkessel reduzieren diese Dauer auf 8 bis 14 Jahre. Während der Einsatz von Lüftungstechnik wegen der noch hohen Kosten nur eingeschränkt zu vertretbaren Amortisationszeiten führt, ist bei Zuluft-Abluft-Anlagen mit Wärmerückgewinnung derzeit noch keine Wirtschaftlichkeit erreichbar. Zu den »Gebäuden mit niedrigen Innentemperaturen« analysierte man Hallen unterschiedlicher Gebäudegeometrie. Bei ihnen amortisiert sich der Mehraufwand nach 2 bis 10 Jahren.
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